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Aszitespunktion:Vorbereitung, Assistenz, Nachsorge

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Bei der Aszitespunktion wird pathologische Flüssigkeit aus dem Peritonealraum abpunktiert. Die Maßnahme dient meist zur Entlastung des Patienten. Je nach Punktatmenge und Allgemeinzustand besteht während und nach der Punktion Kollapsgefahr. Normalerweise fühlt sich der Patient anschließend jedoch besser. Insbesondere sind Atmung, das Liegen und Bewegen erleichtert.

Allgemeine Vorbereitung:

  • Information des Patienten durch den Arzt
  • bei stärkerer Behaarung: Punktionsstelle rasieren
  • Blasen- und ggf. Darmentleerung veranlassen
  • Bauchumfang an vorgegebener Stelle (markieren) messen (Bandmaß) und dokumentieren

Material:

  • Bettschutz (Einmalunterlage)
  • Händedesinfektionsmittel
  • Hautdesinfektionsmittel, Desinfektionsmittelschale
  • Lokalanästhesie nach Anordnung, Spritze, Kanülen (Gr..), Peanklemme
  • sterile Handschuhe (für den Arzt)
  • mehrere sterile Kompressen, steriles Lochtuch
  • Einmal-Pleura-Punktionsset
  • Proberöhrchen und entsprechende Begleitscheine lt. Anord.
  • Schnellverband (Hansapor® steril)
  • Leibbinde
  • Abwurfschale
  • ggf. größeres Auffanggefäß für Punktat

Lagerung:

  • Patient soll in bequemer Rückenlage mit leicht erhöhtem Oberkörper liegen.

 

Durchführung: (Arzt)

  1. Desinfektion der Punktionsstelle
  2. Lokalanästhesie, danach erneute Hautdesinfektion
  3. sterile Handschuhe anziehen, steriles Lochtuch anlegen
  4. Punktion
  5. Halten der Punktionskanüle in der bestmöglichen Lage Aszitesflüssigkeit läuft ab)
  6. Entfernen der Punktionskanüle
  7. Schnellverband anlegen

 

Assistenz: (Pflegeperson)

  • Bettschutz vorlegen, Materialien griffbereit anordnen
  • Handschuhe steril anreichen
  • Punktionsset so anreichen, daß der Arzt alle Materialien steril entnehmen kann
  • Aszitesflüssigkeit nach Anweisung ableiten bzw. auffangen:
  • Proberöhrchen füllen und beschriften, Auffanggefäß halten

 

Nachsorge:

  • Patienten bequem, möglichst in flacher Rückenlage lagern, evtl. die Punktionsstelle mit Leibbinde komprimieren (ca. 1-2 Stunden)
  • bis zwei Stunden nach dem Eingriff gezielte Patientenbeobachtung (Kreislauf und Punktionsstelle),
  • Klingel in Reichweite legen
  • Materialien ordnungsgemäß entsorgen
  • Bauchumfang messen und dokumentieren
  • Maßnahme, ggf. Besonderheiten sowie Menge und ggf. spez. Gewicht dokumentieren
  • Materialien ordnungsgemäß entsorgen

 

 


Dieser im "Evangelischen Krankenhauses Witten" eingeführte Standard, basiert auf den von
A.v.Stösser herausgegeben "Qualitätsstandards in der Krankenpflege".
Weiterverarbeitung ist nur unter Gewährleistung einer korrekten
Quellenangabe gestattet.

Herzlicher Dank an Frau Adelheid von Stösser www.pflegekonzepte.de und das Evangelische Krankenhaus Witten für die Erlaubnis zur Verwendung der Standards an dieser Stelle.

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