Pneumonie

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Als Pneumonie (Lungenentzündung) bezeichnet man akute oder chronische Entzündungen des Lungengewebes, also der Bronchien, Alveolen oder des Interstitiums.

Einteilung und Ursachen

Pneumonien lassen sich nach drei Grundkriterien einteilen.


1. Phatologisch-anatomisch

  • Nach Lokalisation: Alveoläre Pneumonie (meist bakterielle Ursache), interstitielle Pneumonie (häufig aufgrund einer Virusinfektion)
  • Nach ihrer Ausdehnung: Lappenpneumonie (Lobäre Pneumonie)oder Herdpneumonie (Lobuläre Pneumonie)

2. Äthiologische Einteilung

  • Infektiös beding z.B. durch Viren, Bakterien, Pilsbefall oder Parasieten
  • Physikalische Noxen wie ein Fremdkörper oder Strahlung
  • Chemische Noxen wie Magensaft oder Gase
  • Störungen des Kreislaufs z.B. bei Lungenembolie oder Herzinfarkt

3. Klinische Einteilung

  • Primär, also ohne bestehende Vorerkrankungen
  • Sekundär, also auf dem Boden einer anderen Grunderkrankung z.B. Stauungspneumonie bei Kreislaufstörungen, Pneumonie bei Bronchusveränderungen durch Stenosen Tumore und ähnliches, aufgrund einer geschwächten Abwehrlage wie bei HIV oder aufgrund von mangelhafter Ventilation z.B. bei Rippenfrakturen oder Bettlägerigkeit im Alter.

Symptome und Verlauf

Die Symptome und der Verlauf der einzelnen Pneumonieformen ist sehr unterschiedlich. Dabei gibt es einige Grundsymptome die bei den meisten Patienten anzutreffen sind.

  • Häufig eine geschwächte Immunlage aufgrund einer bestehenden Vorerkrankung, gerade bei Patienten die sich schon in der Klinik befinden.
  • Häufig Fieber eventuell mit Schüttelfrost.
  • Schwäche, schweres Krankheitsgefühl. Junge Menschen sind nicht selten in der Lage die Symptome einer Lungenentzündung lange zu kompensieren, werden sie jedoch symptomatisch (z.B. Luftnot) ist die Erkrankung häufig schon weit (und damit lebensbedrohlich) fortgeschritten.
  • Häufig Auswurf. Die Menge (wenig bis massig), Farbe ( z.B. klar, gelblich, eitrig, grünlich, bräunlich, blutig) und Konsistenz (z.B. zäh, wässrig, schaumig)des Auswurfes unterscheiden sich von je nach Ursache einer Pneumonie.
  • Immer Atemnot. Je weiter eine Lungenentzündung fortgeschritten ist, desto stärker die Atemnot.

Eine Pneumonie entwickelt sich meist schleichend über mehrere Stunden oder Tage. Erst im späten Stadium wird sie akut lebensbedrohlich.


Therapie

  • Die Therapie der Pneumonie richtet sich zum einen nach der Grunderkrankung, zum anderen gelten einige häufig angewandte Grundsätze.
  • Eventuell Beatmung
  • Bei bakteriellen Infektionen Einsatz von Antibiotika. Auch bei sicher nicht bakteriellen Infektionen werden Antibiotika nicht selten eingesetzt um einen sekundäre bakterielle Pneumonie zu verhindern.
  • Medikamentöse Verflüssigung des Bronchialschleims wie ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Gabe schleimlösender Medikamente.
  • Inhalationstherapie
  • Physikalische Atemtherapie (Vibrationsmassage, Lagerung, Atemtraining)
  • Mobilisation

Prognose

Die Prognose einer Lungenentzündung ist abhängig vom Alter, Zustand, Form und Grunderkrankung des Patienten. Bei jungen sonst gesunden Menschen sind Pneumonien in der Regel gut zu therapieren, bei Alten scher vorerkrankten Menschen zählen sie hingegen zu einer der häufigsten Todesursachen.

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