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Unter einem Herzinfarkt versteht
man die Nekrose eines umschriebenen Herzmuskelbezirks. Ein Bestimmter
Teil des Herzmuskels ist abgestorben. Dieser abgestorbene Teil des
Herzmuskels kann also bei der Kontraktion des Herzen nicht mehr
mitarbeiten.
Ursachen:
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Meist ist eine Koronare Herzkrankheit (KHK),
also eine degenerative Veränderung der Herzkranzgefässe
mit Minderdurchblutung des Herzmuskels vorbestehend.
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Zum Infarkt selbst
führen länger andauernde Spasmen der Herzkranzgefässe
insbesondere bei einer vorbestehenden Verengung der Herzkranzgefässe.
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Die Bildung von gefäßverschließenden
Thromben (Blutgerinnseln)in den Herzkranzgefässen. Brechen
Ablagerungen an der Innenseite Herzkranzgefässe (Plaque)
auf, so bilden sich an dieser Stelle Blutgerinnsel. Diese Blutgerinnsel
führen zum Verschluss des Koronargefäßes.
Auslösende Faktoren sind
häufig akute körperliche oder seelische Belastungen, Stress-Situationen,
in Verbindung mit starken Blutdruckschwankungen.
Herzinfarkte treten nicht selten in den frühen Morgenstunden
(2 - 3 Uhr) und während des Übergangs von Nachtruhe zum
Tagesrhythmus auf.
Symptome:
- Heftigster Brustschmerz mit Ausstrahlung
in den linken Arm, die Magenregion, den Kiefer, oder die rechte
Schulter. Dieser Schmerz wird auch aus "Vernichtungsschmerz"
bezeichnet.
- Grau-blasse Haut, Angst, , Übelkeit,
Erbrechen, eventuell ist der Patient kaltschweißig.
- Blutdruckabfall (flacher Puls) und Herzrhythmusstörungen
die häufig von der Kammerausgehen bis hin zum Kammerflimmern,
was einem Kreislaufstillstand gleichkommt.
- Luftnot
- Akutes Herzversagen, plötzlicher
Herztod.
- Eventuell Verwirrtheit, besonders bei
älteren Patienten.

Schmerzlokalisation bei Herzinfarkt
Diagnose:
Die Diagnose eines Herzinfarktes
stütz sich auf drei Gesichtspunkte:
1. Das klinische Bild, also die oben beschriebene Symptomatik.
2. Spezifische Veränderungen im EKG, dem Elektrokardiogramm.
3. Laboruntersuchungen. Beim Untergang von Herzmuskelzellen
werden bestimmte Enzyme ins Blut abgegeben, die Abweichungen
von Normwerten können im Krankenhauslabor bestimmt werden.
Manche Herzinfarkte laufen weitgehend symptomlos ab, sie werden
als "stille Infarkte" bezeichnet.
Akuttherapie:
Die Therapie des Herzinfarktes ist gegliedert:
1. Allgemeinmaßnahmen: venöser Zugang, Sauerstoffgabe,
Schmerzbehandlung, Gabe von Heparin und Acetylsalicylsäure
(Wirkstoff von Aspirin) intravenös, eventuell Gabe von
Nitroglycerin. Sedierung des Patienten. Sofortige Verlegung
des Patienten auf die Intensivstation. Die allgemeinen Maßnahmen
richten sich nach dem klinischen Bild, sie können je nach
Situation bis zum Beginn einer Reanimation reichen.
2. Reperfusionstherapie: Ziel ist es hier den Verschluss des
Herzkranzgefässes rückgängig zu machen, also
das Gefäß wiederzueröffnen. Zwei Verfahren können
hier angewendet werden. Einmal kann Versucht werden einen Thrombus
mit Medikamenten aufzulösen (Fibrinolyse). Die Zweite Methode
ist mittels eines Links-Herz-Katheters, der in die Koronargefäße
eingeführt wird, das verschlossene Gefäß zu
weiten und so wieder durchgängig zu machen.
3. Intensivüberwachung. Vermeindung und Behandlung von
Komplikationen.
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