Asthma bronchiale

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Asthma bronchilale ist definiert als das anfallsweise Auftreten von Atemnot mit einer rückbildbaren Verengung der Bronchien infolge von Entzündung und einer hyperreaktiven Bronchialschleimhaut. Hyperreaktiv bedeutet hier die Bronchalschleimhaut reagiert überschießend auf potentiell die Bronchien verengende Reize wie z.B. Kälte oder Tabakrauch.

Etwa 5 % der erwachsenen Gesamtbevölkerung leiden an Asthma bronchiale, wobei Frauen doppelt so häufig wie Männer betroffen sind.


Formen und Ursachen

Grundsätzlich werden zwei Formen des Asthma bronchiale unterschieden:

  • Das Allergische Asthma oder (extrinsic asthma). Hierbei sind die Atemwege sensibilisiert auf Umweltalllergene.
  • Das nichtallergische Asthma (intrinsik asthma), auslösend sind hier Infektionen, chemische oder physikalische Irritationen wie Staub oder kalte Luft, körperliche Anstrengung oder scheinbar allergische Reaktionen auf Schmerzmittel (Analgetikaasthma)

Die reinen Formen des extrinsic oder intrisik asthma machen nur etwa 10% der Fälle bei Erwachsenen aus. Am häufigsten anzutreffen sind Mischformen. Bei Patienten über 45 Jahren überwiegt dabei das infektbedingte Asthma. Schwere lang anhaltende Asthmaanfälle werde als "status asthamaticus" bezeichnet.


Symptome

Ein Asthmaanfall ist durch folgende Symptome gekennzeichnet:

  • Anfallsartig auftretende Atemnot
  • Ein pfeifendes Atemgeräusch bei der Ausatmung (expiratorischer Stridor)Ø
  • Zäher häufig klarer Schleim

Diese drei Leitsymptome beruhe auf einer pathophysiologischen Trias (sinngemäß drei Symptome einer Krankheit)von einem Bronchiospasmus, einem Ödem der Bronchialschleimhaut und der Hypersekretion zähen Schleims, der "Dyskrinie".

Weitere Symptome sind:

  • Starker Hustenreiz
  • Tachykardie
  • Evt. Schwitzen
  • Evt. Zyanose
  • Zeichen des Sauerstoffmangels

Ein schwerer bzw. langandauernder Asthmaanfall kann zum Tode des Patienten führen.


Akuttherapie

Die Akuttherapie des Asthmaanfalls zieht darauf ab diesen zu beenden, zu mildern oder zumindest eine weitere Verschlimmerung zu verhindern. Die Akuttherapie ist eher symptomatisch.

  • Sauerstoffgabe
  • Oberkörper Hochlagerung
  • Gabe von Dosieraerosolen mit bronchodillatatorischer Wirkung Berotec® oder Sultanol®
  • Gabe von Cortisonpräparaten als Aerosol z.B. Pulmicort® uns i.v. z.B. Solu Decortin® H 250 mg.
  • Intravenöse Gabe von Theopyllinpräparaten z.B. Solosin® oder Bronchoretard®
  • Vorsichtige Sedierung

Eventuell muß der Patient noch am Notfallort intubiert und beatmet werden. Eine Verlegung auf die Intensivstation ist bei einem schweren Asthma - Anfall dringend erforderlich. Der Patient kann innerhalb kurzer Zeit beatmungs- bzw. reanimationspflichtig werden.

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