Spannungspneumothorax

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Beim Pneumothorax dring Luft in den Pleuraspalt ein, hier herrscht normalerweise ein Unterdruck. Dringt nun Luft in den Pleurapalt kollabiert die Lunge der betroffenen Seite. Es kommt zu einer Beeinträchtigung der Atmung.

Beim Spannungspneumothorax (Ventilpneumothorax), dringt mit jedem Atemzug Luft in den Pleuraspalt, diese Luft kann jedoch nicht entweichen. Es baut sich ein starker Druck in der betroffenen Thoraxseite auf. Die großen Venen im Thorax werden komprimiert, der Rückstrom des Blutes ist stark behindert, es kommt zum Schock und Kreislaufversagen.


Ursachen:

  • Ohne erkennbare Ursachen, vor allem bei jüngeren schlanken Männern
  • Vorbestehende Lungenerkranken, z.B. Lungenemphysem
  • Thoraxverletzungen (Rippenbrüche, Stichverletzungen, usw.)
  • Iatrogen (durch Arzt verursacht) z.B. Pleurapunktion, Anlage eines Subclaviakatheters, Operationen

Symptome:

  • Stechender Schmerz in der betroffenen Thoraxhälfte
  • Hustenreiz, Atemnot
  • "Nachhängen" der betroffenen Thoraxhälfte
  • Eventuell Hautemphysem (die Haut knisternd wenn man mit dem Finger darauf drückt) insbesondere bei traumatisch bedingten Pneu, im Umfeld der Verletzungsstelle
  • Abgeschwächtes Atemgeräusch auf der betroffenen Seite
  • Lauter Klopfschall auf der Betroffenen Seite

    Bei Spannungspneumothorax zusätzlich:

  • Zunehmende Atemnot
  • Zyanose
  • Tachykardie, Blutdruckabfall
  • Gestaute Halsvenen
  • Schock

Therapie:

Die Therapie des Pneumothorax zielt darauf ab, die kollabierte Lunge durch das Einlegen einer Thoraxdrainage (mit Sog), wieder zu entfalten. Bis zum Einlegen einer Thoraxdrainage, reicht meist aus dem Patienten Sauerstoff zu verabreichen und schmerzen zu bekämpfen. Anders verhält sich dies jedoch beim Spannungspneumothorax, hier ist sofortiges und beherztes Handeln erforderlich.

Akuttherapie des Spannungspneumothorax:

  • Sauerstoffgabe
  • Sofortige Entlastung des Pneumotohorax, durch Punktion der betroffenen Thoraxseite mit einer großlumigen Kanüle. Über das stumpfe Ende der Kanüle wird ein eingeschnittener Fingerling gezogen und z.B. mit einem Faden oder Pflaster fixiert. Dieser Fingerling wirkt wie ein Ventil, Luft kann durch den Schlitz entweichen jedoch nicht angesaugt werden. Punktiert wird im 2. ICR (Intercostalraum) auf der Medioclavikularlinie

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