Lungenembolie

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Den Verschluss eines arteriellen Blutgefäßes des Lungenkreislaufs durch ein Blutgerinnsel (selten Luft, Gewebeteilchen oder Fett) bezeichnet man als Lungenembolie. Eine Lungenembolie ist eine akut lebensbedrohliche Erkrankung und gefürchtete Komplikation bei Operationen und Entbindungen.


Ursachen:

  • Tiefe Venenthrombosen der Becken oder Beinvenen
  • Thrombenbildung im rechten Herzen z.B. bei Vorhofflimmern oder Vorhofflattern
  • Andere Thomosen z.B. der Vena subclavia bei liegenden zentralem Venenkatheter

Symptome:

  • Plötzlich auftretende Luftnot
  • Schnelle Atmung
  • Zeichen des Sauerstoffmangels
  • Husten
  • Schmerzen in der Herzgegend
  • beschleunigter Puls
  • niedriger Blutdruck
  • gestaute Halsvenen
  • Angst und Beklemmungsgefühl
  • Schweißausbruch
  • Schock
  • Herz-Kreislauf-Stillstand

Akuttherapie:

  • Halbsitzende Lagerung
  • absolute Betruhe (keine weiteren Lagerungsmaßnahmen, es besteht die Gefahr , das sich ein weiterer Thrombus löst!)
  • Sauerstoffgabe 6l/ Minute, eventuell Intubation und Beatmung
  • Venenzugang
  • Sedierung und Schmerzbekämpfung
  • Heparingabe
  • Eventuell Schockbehandlung
  • gegebenenfalls Reanimation
  • Verlegung des Patienten auf die Intensivstation

Therapie der Wahl ist die medikamentöse Thrombolyse. Das Blutgerinnsel wird mit Medikamenten aufgelöst, dadurch wird die verschlossene Lungenarterie wieder durchgängig. Eventuell kann der das Blutgerinnesel chirurgisch entfernt werden. Suche und Behandlung der zugrundeliegenden Thrombose.


Wichtig:

Nicht selten geht einer fulminanten Lungenembolie eine weniger schwere voraus!

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