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Kurs: Krankenbeobachtung Urinausscheidung, Teil 3 - Physiologie der Niere (2)

Lektion: 1

Seitentitel: Das Gegenstromprinzip

Das Gegenstromprinzip


Wenn Sie die vorangegangenen Kurse zur Niere und diesen Kurs bis hierhin durchgearbeitet haben, dann ist Ihnen mit Sicherheit aufgefallen, welche herausragende Rolle Natrium bei der Rückresorption von Wasser spielt. Außerdem haben Sie bemerkt, dass die Osmolarität im auf- bzw. absteigenden Ast der Henle-Schleife gegenläufig ist. Im absteigenden Ast (der für Wasser durchlässige) der Henle-Schleife nimmt sie zu, im aufsteigenden Ast (hier wird Natrium aktiv aus dem Primärharn entfernt) nimmt sie ab.


Zur Erinnerung ein Bild.



Abb. 11: Henle-Schleife, Osmolarität und Austausch von Wasser und Natrium © Andreas Heimann-Heinevetter

Sofern Sie ein wenig über die Niere außerhalb des Kurses gelesen haben, dann sind Sie wahrscheinlich auf den Begriff „Gegenstromprinzip” gestoßen. Was ist damit gemeint?


Der absteigende Ast der Henle-Schleife ist durchlässig für Wasser. Je tiefer der absteigende Ast sich in das Nierenmark hineinzieht, desto höher ist die Osmolarität des umgebenden Gewebes. Die hohe Osmolarität im Nierenmark begründet sich durch die dort vorliegende hohe Natrium- und Harnstoffkonzentration.



Abb. 12: Das Nephron – Gegenstromprinzip – absteigender Ast der Henle-Schleife © Andreas Heimann-Heinevetter


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