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Kurs: Krankenbeobachtung Urinausscheidung, Teil 2 - Physiologie der Niere (1)
Lektion: 1
Seitentitel: Rückgewinnung von Magnesium im Tubulussystem der Niere
Rückgewinnung von Magnesium im Tubulussystem der Niere
Magnesium wird im Körper in den Knochen und Muskeln gespeichert. Es spielt eine wichtige Rolle bezüglich der regelgerechten Erregung der Muskulatur.
Magnesiummangel ist gekennzeichnet durch Muskelkrämpfe, Herzrhythmusstörungen, aber auch durch Allgemeinsymptome wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen oder Unruhe und Nervosität.
Bei einem Magnesiumüberschuss treten ebenfalls Herzrhythmusstörungen auf. Hinzu kommen eine schlechte Erregbarkeit der Muskulatur bis hin zu Lähmungserscheinungen, Blutdruckabfall und eine flache Atmung. Allgemeinsymptome wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen treten ebenfalls auf.
Normalerweise wird überschüssiges Magnesium problemlos mit dem Urin ausgeschieden, so dass es nur bei eingeschränkter Nierenfunktion zu einem klinisch relevanten Magnesiumüberschuss kommt.
Der Magnesium- und Kalziumhaushalt sind eng miteinander verbunden, das Parathormon hat auf beide Mineralstoffhaushalte wesentlichen Einfluss.

Abb. 20: Transport von Magnesium im Tubulussystem der Niere © Andreas Heimann-Heinevetter
Magnesium und Kalzium konkurrieren im Tubulussystem um die Rückresorptionsmechanismen. Sie müssen sich vorstellen, Magnesium und Kalzium wären zwei sich sehr ähnlich sehende Schwestern. Beide wollen von ihrem Arbeitskollegen auf dem Motorrad (das Transportsystem) mit zur Arbeit gefahren werden. Da Motorräder nur einen Beifahrersitz haben, kann entweder die hübsche „Kalzium“ oder die liebliche „Magnesium“ mitgenommen werden. Beide Mineralstoffe konkurrieren also um die gleichen Transportsysteme.
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