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Einführung: Atmung, Atemübungen, Einreibungen, Dehnlagerung, Lagerungsdrainagen, Inhalation.
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V-Lagerung, T-Lagerung, A-Lagerung, I-Lagerung


Auch diese Lagerungen dienen der Dehnung des Brustkorbs und damit der besseren Belüftung der Lunge. Bei einigen dieser Lagerungsarten können einzelne Lungenbereiche jedoch gezielt gedehnt werden. Darüber hinaus sind die V-, T-, A- und selbst die I-Lagerung bequemer für den Patienten und lassen sich so über einen längeren Zeitraum anwenden. Die Buchstaben bei den Lagerungsnamen verkörpern die Lage der Kissen unter dem Rücken des Patienten.


A-Lagerung


  • Zwei Kissen werden in Form eines A unter den Rücken des Patienten gelegt. Die Spitze des A befindet sich auf Höhe der unteren Halswirbelsäule. Ein kleines Kissen liegt unter dem Kopf des Patienten.


    Abb. 41: A-Lagerung - Position der Kissen im Bett © Andreas Heimann-Heinevetter



    Abb. 42: A-Lagerung - Patient © Andreas Heimann-Heinevetter

  • Durch die A-Lagerung werden obere Lungenabschnitte gedehnt. Obere Lungenabschnitte sind im Sinne dieser Lagerung solche, die im Bereich der Schlüsselbeine liegen, wie die Lungenspitzen.

  • Je nach Lokalisation können Operationswunden nach Thoraxoperationen durch diese Lagerung entlastet werden.

Wenn Sie die A-Lagerung an sich selbst ausprobieren, spüren Sie, wie Sie bei entspannter Lage die Schultern zur Matratze ziehen und so der obere Brustkorb gedehnt wird.


V-Lagerung


  • Die V-Lagerung ist gewissermaßen eine Art Umkehrung der A-Lagerung. Zwei Kissen werden in Form eines V unter den Rücken des Patienten gelegt. Die Spitze des V befindet sich im Sakralbereich (Kreuzbeinbereich, das man fälschlicherweise oft als „Steißbein“ bezeichnet).


    Abb. 43: V-Lagerung - Position der Kissen im Bett © Andreas Heimann-Heinevetter



    Abb. 44: V-Lagerung - Patient © Andreas Heimann-Heinevetter

  • Bei der V-Lagerung werden unten seitlich gelegene Lungenabschnitte gedehnt und besser belüftet. Die Flankenatmung wird gefördert.

Auch hier gilt für Sie: „Versuch macht klug!“. Probieren Sie auch diese Lagerung einmal aus.


T-Lagerung


  • Bei der T-Lagerung bilden die Kissen unter dem Rücken des Patienten ein T. Der lange Schenkel des T liegt unter der Wirbelsäule des Patienten, der kurze unter den Schultern. Eventuell wird noch ein kleines Kissen benötigt, um den Kopf abzustützen.


    Abb. 45: T-Lagerung - Position der Kissen im Bett © Andreas Heimann-Heinevetter



    Abb. 46: T-Lagerung - Patient © Andreas Heimann-Heinevetter

  • Bei der T-Lagerung wird der gesamte Brustkorb gedehnt und damit besser belüftet.

  • Auch hier bitte einmal ausprobieren.

An dieser Stelle frage ich mich, warum die A- und V-Lagerung angewendet wird, wenn ich mit der T-Lagerung sozusagen das „Rundum sorglos“-Paket habe.


Ich habe einen Verdacht, wie es dazu kommt. Ich muss ein wenig ausholen.


Wird ein Patient beatmet, spielen A- und V-Lagerung eine wichtigere Rolle als die T-Lagerung. Der Hintergrund ist folgender:


Bei der Beatmung herrscht im Brustkorb immer ein positiver Druck, und die feinen Bronchien und die Alveolen (Lungenbläschen) sind dehnbar. Wird nun mittels T-Lagerung der gesamte Brustkorb gedehnt, also nicht nur die schlechten, sondern auch die gut belüfteten Lungenbezirke, könnte es durch den Beatmungsdruck zu einer schädlichen Überdehnung der zuvor schon gut belüfteten Lungenbereiche kommen. So gesehen wäre die A- oder V-Lagerung bei Beatmungspatienten besser als die T-Lagerung, da gezielter gedehnt wird.


I-Lagerung


  • Die I-Lagerung wird mit einem Kissen oder einer schmalen Rolle durchgeführt. Dieses Kissen wird in Längsrichtung unter die Wirbelsäule gelegt, ein kleines Kissen stützt den Kopf. Die I-Lagerung hat die gleiche Wirkung wie die T-Lagerung, ist jedoch für schlanke Patienten besser geeignet.


    Abb. 47: I-Lagerung - Position des Kissens im Bett © Andreas Heimann-Heinevetter




    Abb. 48: I-Lagerung - Patient © Andreas Heimann-Heinevetter

  • Der gesamte Brustkorb wird gedehnt. Auch diese Lagerung sollten Sie einmal ausprobieren.

Die Dehnlagerungen verbessern die Belüftung der Lunge, doch leider ist dies in vielen Fällen nicht das einzige Problem, das ein Patient/ Bewohner hat. Häufig fällt es dem Patienten schwer, Bronchialschleim abzuhusten.


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Identnummer: 20091216

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