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Spielerische Atemübungen
Es wird mir Spaß machen, diese Seite zu schreiben. Es gibt viele Möglichkeiten, die Atmung spielerisch zu verbessern. Die nächsten Vorschläge sind weniger fürs Krankenhaus gedacht, in der Altenpflege ist dafür mehr Platz (nicht unbedingt mehr Zeit, Sie müssen Überzeugungsarbeit leisten).Stellen Sie sich vor, Sie haben wider Erwarten eine halbe Stunde Zeit. Die Sozialarbeiterin ist krank, und Sie sollen einspringen und mit den Bewohnern Ihres Heimes eine halbe Stunde füllen. Alle Bewohner sitzen schon erwartungsvoll im „Wohnzimmer“.Das ist kein Albtraum, es ist Ihre Chance für spielerische Atemübungen. Kennen Sie Wattebäuschchen-Tennis?!
Sie brauchen Tische, ein Netz (das haben Sie in der Kitteltasche: Pflaster oder einen Bordmarker ... keinen Edding) und Wattebäuschchen. Die Wattebäuschchen müssen übers Netz geblasen werden.

Abb. 6: Atemübungen Wattebäuschchen-Tennis © Andreas Heimann-HeinevetterSie können auch im Doppel spielen!Diese Übung ist in Bezug auf die Atmung nicht so gezielt wie die vorangegangenen Übungen, doch Ihre Bewohner werden sehr viel tiefer atmen als sonst. Es geht drunter und drüber
Für diese Übung brauchen Sie eine Schnur, etwas Kleber und Küchenrolle (natürlich dürfen Sie Seidentücher verwenden, falls vorhanden) und Ihre motivierten Bewohner. Sie sollten ihnen jedoch sagen, dass Sie eine Atemübung mit ihnen durchführen.
Okay, wie wird es gemacht? Zwei Ihrer Bewohner halten die Schnur, daran sind die Küchentücher angeklebt. Alle Ihre Lieben stellen sich bis auf einen seitlich auf. Derjenige, der sich nicht seitlich aufstellt, muss unter den Küchentüchern wandern, ohne sie zu berühren. Die seitlichen Helfer können die Tücher „wegpusten“ oder „ansaugen“.Seien Sie nicht streng, wenn jemand auf die Idee kommt, das Küchenpapier zwischen den Zähnen zu halten, das ist kein Regelverstoß. Blumen riechen
Sie brauchen nichts außer ein wenig Fantasie, Sympathie (Ihrer Bewohner) und einen Hauch schauspielerisches Talent.
Sie verschenken Blumen (die zwar nicht existieren) an Ihre Bewohner und diese müssen erraten, welche Blume es ist. Dazu müssen sie an den Blumen riechen (Nasenatmung).

Abb. 7: Atemübung - Blume riechen © Andreas Heimann-HeinevetterJe nach Lage können die Bewohner auch untereinander Blumen tauschen. Singen

Abb. 8: Atemübung - Singen, www.istockphoto.com, Choir, Dateinr. 14992786 © Matt AbbeZur Einstimmung: Keine Frage, es geht in diesem Kurs um die Atmung, doch singen ist mehr als nur atmen. Einen Copyrighthinweis finden Sie am Ende dieses Abschnitts, es soll ja eine Überraschung sein.
Das ist Singen, eben nicht nur Atmung und Stimmbänderaktivität, sondern Gemeinschaft, Freude und Stimmung. Allein wegen des Atmens würde niemand ein Lied singen, geschweige denn ein Lied kaufen.Anders als in dem kleinen Video gibt es noch andere Situationen, bei denen gesungen wird, denken Sie an Wanderlieder. Beim Singen ist die Atmung regelmäßig und meist vertieft, somit werden die Lungen besser belüftet. In der Regel ist die „Gesangsatmung“ eine Bauchatmung.Doch das ist reine Theorie. Am besten Sie probieren es selbst einmal aus und achten dabei ein wenig auf Ihre Atmung. Also los, singen Sie ein Lied ... Ihnen will keins einfallen? Sie wollen in den Keller gehen? Das „gilt“ nicht! Und Sie müssen schon laut singen, nicht „piepsig“. Keine Sorge, Ihr Gesang wird nicht ins Internet übertragen!Gut, doch jetzt zurück zu Ihren Bewohnern. Alte Menschen mögen es, häufig zu singen. Es ist eine wunderschöne Atemübung, die nicht nur der Lunge guttut. Copyrighthinweis zum Video: Telekom-Werbung Paul Potts in Leipzig (November 2009) - Werbespot/ Fernsehwerbung © telekomentertain Vokale (a, e, i, o, u) langgezogen sprechen
Diese Übung können Sie auch im Krankenhaus mit Ihren Patienten gemeinsam durchführen. Sprechen Sie bitte ein langes „iiiiiiiiiiiiiiiiiii...h“ und achten Sie dabei auf Ihre Atmung.
Sie atmen vertieft ein und sehr langsam aus.In der Gruppe kann man das recht nett gestalten, doch es bedarf einiger Vorbereitung. Suchen Sie Bilder, die Sie Ihren Bewohnern zeigen. Ihre Bewohner sollen die Bilder nur mit a, e, i, o oder u kommentieren.

Abb. 9: Atemübung - Vokale Ooooooo ...h, www.istockphoto.com, Red-Haired Girl with Upward Braids and Look of Surprise, Dateinr. 14339056 © MaShawn Gearhart Seifenblasen
Das ist eine schöne Übung und ein schönes Spiel: Seifenblasen blasen. Sie denken, das ist keine Atemübung?

Abb. 10: Atemübung - Seifenblasen, www.istockphoto.com, Blowing soap bubbles, Dateinr. 11922921 © Monia33Machen Sie das mal bewusst! Sie atmen tiefer ein und ganz dosiert (mit Lippenbremse) aus. Gähnen
Also stellen Sie sich vor, Sie haben wirklich alles versucht, aber Ihre Bewohner sind müde, sie spielen einfach nicht mit. Sie haben noch eine ultimative Chance: Gähnen! Also verschaffen Sie sich Aufmerksamkeit und beginnen Sie zu gähnen. Gähnen ist vertiefte Einatmung mit entsprechend guter Lungenbelüftung.

Abb. 11: Atemübung - Gähnen, www.istockphoto.com, Yawning, Dateinr. 7906976 © JuanmoninoBis jetzt habe ich siebenmal gegähnt und nur, weil ich darüber schreibe. Es ist sooooo ansteckend, aber gut für die Belüftung der Lunge.
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Identnummer: 20091216
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