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Osmolarität, hypertone und hypotone Lösungen
Um die Transportvorgänge in der Niere besser zu verstehen, muss man einige Begriffe kennen, die in diesem Zusammenhang immer wieder auftauchen. Osmolarität
Unter Osmolarität versteht man die Anzahl osmotisch aktiver Teilchen in einem Liter Lösung.
Hierbei spielt es keine Rolle, um welche Art von Teilchen es sich handelt. Es können also Atome, geladene Atome (Ionen, die besitzen eine elektrische Ladung), aber auch Moleküle wie z.B. Zucker oder eine Aminosäure sein. Alle diese Teilchen sind osmotisch aktiv. Die Einheit der Osmolarität ist osmol/l (Osmol pro Liter).
Einfach gesprochen: Wenn Sie ein Glas mit Leitungswasser nehmen und Salz und Zucker hinein kippen und es solange verrühren, bis sich das Salz und der Zucker auflösen, dann steigt die Osmolarität des Wassers an, da mehr Salze und Moleküle im Wasser gelöst sind.
In der Praxis, z.B. wenn es sich um die Osmolarität von Körperflüssigkeiten oder Infusionslösungen handelt, wird die Osmolarität meist in „Milliosmol“ (mosmol/l) angegeben. Der Grund: Bei der Osmolarität handelt es sich nicht um die großen Dinge, sondern um die kleinen, eben „Milli“: das Tausendstel.
Die Osmolarität des Blutes liegt normalerweise zwischen 290 und 300 mosmol/l.
Hyperton und hypoton
Werden Flüssigkeiten bezüglich der Osmolarität im Körper miteinander verglichen, spricht man von „hyperton“ und „hypoton“.
Hypertone Körperflüssigkeiten sind diejenigen, deren Osmolarität den Wert von 300 mosmol/l übersteigt. Man bezeichnet sie auch als „hyperosmolare Lösungen“.
Hypotone Körperflüssigkeiten haben eine Osmolarität von weniger als 300 mosmol/l, sie werden auch als „hypoosmolare Lösungen“ bezeichnet.
Entspricht die Osmolarität etwa 300 mosmol/l, so sind diese Lösungen isoton (wie z.B. eine isotone Kochsalzlösung mit -0,9 % NaCl). Man bezeichnet diese auch als „isotone“ Lösungen.
Wenn Sie eine Infusionslösung zur Hand haben, dann schauen Sie mal auf das Etikett. Dort ist die Osmolarität vermerkt.
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