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Konventionelle Lagerung bei Störungen der Atmung
Bezüglich der Atmung gibt es eine Vielzahl von speziellen Lagerungen. Diese Lagerungen werde ich auf den Folgeseiten vorstellen. Auf dieser Seite möchte ich auf konventionelle Lagerungen und Wirkungen bei Störungen der Atmung eingehen. Rückenlagerung
Die Rückenlagerung werden Sie bei fast allen Ihrer Patienten so durchführen, dass der Oberkörper leicht erhöht ist. Die Rückenlage wird von vielen älteren Patienten von sich aus eingenommen und längere Zeit beibehalten.
Das augenfällige Problem, das sich hieraus ergibt, ist die Gefahr eines Druckgeschwürs, eben eines Dekubitus. Doch die länger anhaltende Rückenlage wirkt sich auch auf die Atmung aus, unten liegende Lungenareale werden schlechter belüftet. Auf längere Sicht betrachtet kann dies zu den schon erwähnten Atelektasen führen und damit die Gefahr einer Lungenentzündung steigern.Deshalb ist nicht nur zur Verhinderung eines Druckgeschwürs, sondern auch im Sinne der Pneumonieprophylaxe eine regelmäßige Lagerung des Patienten erforderlich. Seitenlagerung
Keine schlechte Alternative auf den ersten Blick. Sowohl im Hinblick auf eine Dekubitusgefahr als auch in Bezug auf die Lunge. Jetzt wird eben die oben liegende Lungenhälfte besser belüftet, die unten liegende leider schlechter.
Unten liegende Lungenanteile sind nicht nur schlechter belüftet, es kommt eventuell noch ein Problem hinzu. Stellen Sie sich einfach vor, so eine Lunge wäre ein nasser Schwamm.

Abb. 32: Die Lunge als Schwamm ... ups, sorry, falsches Bild © Andreas Heimann-Heinevetter ...

Abb. 33: Die Lunge als Schwamm ... richtiges Bild, www.istockphoto.com, Natural Sponge, Dateinr.: 1103253 © Björn KindlerDer nasse Schwamm ist kein schlechtes Bild, denn die oberen Anteile der Lunge drücken durch die Schwerkraft auf die unteren, pressen sie zusammen, und deshalb sind die unteren Anteile schlechter belüftet. Nun stellen Sie sich vor ... unten in dem Schwamm (ich meine natürlich die Lunge) wäre Schleim, der abgehustet werden muss. Ist das einfach? Also ich glaube nicht. Erstens sind die Hohlräume zusammengepresst, und zweitens ist da viel weniger Luft, um ordentlich zu husten.Unterm Strich müssen Sie den Patienten auch auf die andere Seite lagern.Beim Lagern auf die Seite beachten Sie: Wenn der Patient zu Ihnen sagt: „Auf der Seite bekomme ich schlecht Luft!“, dann hören Sie auf ihn und lagern ihn nicht auf die Seite, auf der er schlecht Luft bekommt. Oberkörperhochlagerung
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Identnummer: 20091216
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