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Einführung: Atmung, Atemübungen, Einreibungen, Dehnlagerung, Lagerungsdrainagen, Inhalation.
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Kältereizfördernde Einreibungen, Einreibungen mit ätherischen Ölen


Ich bin an anderer Stelle schon einmal kurz auf die Einreibung eingegangen. Neben der schon erwähnten atemstimulierenden Einreibung gibt es diejenige, die einen Kältereiz auslöst sowie Einreibungen mit ätherischen Ölen.


Kältereizfördernde Einreibung


Die Einreibung des Rückens mit einer kühlen Flüssigkeit führt reflektorisch zu einer kurzzeitigen vertieften Atmung. Denken Sie einmal an die kalte Dusche im Freibad, da atmen Sie auch vertieft.



Abb. 51: Kältereizfördernde Einreibung, www.istockphoto.com, Shower, Dateinr. 3497052  © Knud Nielsen

Da weder Krankenhäuser noch Alten- und Pflegeheime Freibädern ähneln, behelfen Sie sich, indem Sie den Patienten z.B. mit kühlem Wasser oder Franzbranntwein abreiben.


Jedoch sind ein paar Dinge zu beachten:


  • Eine kältereizfördernde Einreibung führen Sie nur mit ausdrücklichem Einverständnis des Patienten durch. Kennt der Patient diese Einreibung nicht, erklären Sie ihm die Wirkung. Das Beispiel mit dem kalten Abduschen ist recht treffend, wie ich finde.

  • Wenn Sie Franzbranntwein verwenden, achten Sie darauf, dass er „rückfettend“ ist.

  • Die Flüssigkeit zum Einreiben (also in der Regel der Franzbranntwein) ist maximal zehn Grad Celsius kälter als die Körpertemperatur des Patienten. Die Angabe habe ich nicht erfunden, sie stammt aus dem Lehrbuch „PFLEGE HEUTE“.

    Was denken Sie, meine ich dazu?

    Nun, der Franzbranntwein, mit dem ich „meine“ Patienten eingerieben habe war immer zu kalt. Er hatte Zimmertemperatur, also im Schnitt 21 °C, und unterschritt damit die Körpertemperatur des Patienten um 16 °C - Shit happens. Ich wäre im Traum nicht darauf gekommen, ihn zuvor im Wasserbad zu erwärmen. Ich kann mir lebhaft die Blicke meiner Kolleginnen vorstellen, hätte ich das getan: „Jetzt ist er völlig durchgeknallt! Wir brauchen einen Arzt!“

    Nichtsdestotrotz, achten Sie darauf, dass der Franzbranntwein oder die Flüssigkeit zum Einreiben nicht zu kalt sind. Sie können die Flüssigkeiten einige Sekunden in der Hohlhand halten und so temperieren.


    Abb. 52: Einreibeflüssigkeit (heute in rot) in der Hohlhand temperieren © Andreas Heimann-Heinevetter

  • Tragen Sie die Einreibeflüssigkeit aus der Nähe auf den Rücken des Patienten auf und nicht so, wie ich es als Zivi gemacht habe (Patient steht an der Fensterbank, ich in der Tür ... die Verbindung war ein Strahl grünlichen Franzbranntweins.)

  • Franzbranntwein oder Ähnliches ist ungeeignet bei Patienten mit Hautschäden, da er dann „brennt“.

  • Manche Patienten vertragen bestimmte Einreibeflüssigkeiten nicht. Besondere Vorsicht sollten Sie bei Asthmatikern üben, enthaltene Parfümstoffe können einen Asthmaanfall auslösen.

Einreibung mit ätherischen Ölen


Ätherische Öle kennen Sie, die kennt doch jeder. Wirklich?



Abb. 53: Ätherisches Öl der Orangenschale (Ups, das brennt ja!) © Andreas Heimann-Heinevetter

Ätherische Öle werden aus Pflanzen gewonnen. Sie riechen meist nach der entsprechenden Pflanze und enthalten Wirkstoffe, die bei Einreibung durch die Haut oder durch Einatmen in den Körper gelangen. Ätherische Öle sind flüchtig.

Ätherische Öle werden nicht in Reinform, sondern verdünnt oder als Bestandteil von Salben oder Cremes verwendet (und soweit ich weiß auch als Parfüm).

Okay, jetzt wissen Sie, was ätherische Öle sind.

Schleimlösend und auswurffördernd wirken (verdünnt) Eukalyptus-, Thymian-, Fichtennadel-, Pfefferminz-, Fenchel- und Anisöl.


Warnhinweise


Einreibungen mit ätherischen Ölen sind im Grunde angenehm für den Patienten/ Bewohner, und man mag denken, „Ätherische Öle für alle". Doch leider verträgt nicht jeder Patient diese Öle. Deshalb beachten Sie einige warnende Hinweise.


  • Bevor Sie einen Patienten mit ätherischen Ölen einreiben, sprechen Sie mit dem Patienten, fragen Sie ihn, ob er einverstanden ist. Tragen Sie einen Tropfen des Öls auf Ihren Handrücken auf und lassen Sie den Patienten daran schnüffeln. Fragen Sie ihn, ob ihm der Geruch angenehm ist oder ob er ihn vielleicht nicht verträgt. Ich hatte schon den Hinweis auf Asthmatiker gegeben, bei denen die Anwendung unter Umständen einen Asthmaanfall auslösen kann.

  • Ist der Patient einverstanden, dann halten Sie Rücksprache mit dem Arzt, ob er damit einverstanden ist.

  • Sie verwenden ätherische Öle niemals in konzentrierter Form, sondern immer verdünnt.

  • Während und nach der Anwendung haben Sie ein besonderes Augenmerk auf den Patienten. Achten Sie auf Zeichen einer Allergie und auf mögliche Luftnot.

Bei diesen Warnhinweisen mag man denken: „Das lasse ich besser sein.“ Nein, lassen Sie sich nicht einschüchtern, es ist eine sehr gute Pflegemaßnahme, den Patienten mit ätherischen Ölen einzureiben. Doch wie bei vielen Pflegemaßnahmen gibt es eben einiges zu beachten.


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