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Erstmaßnahmen beim Schock
Hierbei handelt es sich wirklich nur um die Erstmaßnahmen beim Schock, und nicht um irgendeine weitergehende Behandlung. Die weitergehende Behandlung richtet sich nach der Ursache des Schocks.
- Notruf!
- Wenn der Patient bei Bewusstsein ist: Rückenlage und die Beine hoch lagern. Doch es gibt Ausnahmen beim kardiogenen Schock: Wenn der Patient Luftnot hat, wird der Oberkörper hoch gelagert.
Knifflig ist die Situation bei Blutungen am Kopf, aus der Lunge und aus dem oberen Gastrointestinaltrakt (Blutung aus dem Mund). Durch eine Oberkörperhochlagerung vermindern Sie im Prinzip die Blutung, doch gleichermaßen wird das Gehirn schlechter durchblutet. Lagern Sie den Patienten hingegen flach und halten die Beine hoch, so verstärkt sich der Blutverlust, und damit verschlimmert sich der Schockzustand.
In der einschlägigen Literatur wird in diesem Fall die Oberkörperhochlagerung empfohlen. Ich persönlich würde so gesehen den Oberkörper schon erhöht lagern, aber nicht so streng wie z.B. bei akuter Luftnot.
- Bewusstlose Patienten bringen Sie in die stabile Seitenlage. Ziel der stabilen Seitenlage ist es, dass die Atemwege des Patienten frei sind und dass außerdem Sekret, Blut und Erbrochenes aus dem Mund ablaufen können. Wie Sie das machen, zeigen Ihnen die nachfolgenden Bilder. Es ist die einfach durchzuführende stabile Seitenlage.

Abb. 12: Stabile Seitenlage, Schritt 1 © Andreas Heimann-HeinevetterSie knien sich neben den Patienten. Der Bewusstlose liegt auf dem Rücken, die Beine sind gestreckt. Sie winkeln den auf Ihrer Seite befindlichen Arm an und legen ihn mit der Handfläche nach oben neben den Kopf.

Abb. 13: Stabile Seitenlage, Schritt 2 © Andreas Heimann-HeinevetterGreifen Sie nach dem Handgelenk des Arms auf der anderen Seite des Patienten, ziehen sie ihn über die Brust und halten Sie die Hand des Patienten an dessen Wange auf Ihrer Seite. Lassen Sie die Hand des Patienten nicht los.

Abb. 14: Stabile Seitenlage, Schritt 3 © Andreas Heimann-HeinevetterMit Ihrer Hand fassen Sie nun das Bein des Patienten auf der Ihnen entfernt liegenden Seite und winkeln es im Knie an.

Abb. 15: Stabile Seitenlage, Schritt 4 © Andreas Heimann-HeinevetterNun ziehen Sie den Patienten (am Bein) zu sich auf die Seite. Richten Sie das oben liegende Bein so aus, dass es in der Hüfte im rechten Winkel gebeugt ist.

Abb. 16: Stabile Seitenlage, Schritt 5 © Andreas Heimann-HeinevetterNun überstrecken Sie den Hals des Patienten, so dass die Atemwege frei sind, und öffnen etwas den Mund des Patienten. Die unter dem Kopf liegende Hand lagern Sie so, dass der Kopf überstreckt bleibt. Achten Sie darauf, dass der Mundwinkel tief liegt. Nur so kann Erbrochenes, Blut oder Sekret ablaufen.
- Sofern verfügbar Sauerstoff: 4 - 6 Liter
- Gegebenenfalls mit einem Druckverband die Blutung stillen. 95 % aller Blutungen bekommen Sie mit einem Druckverband zu stillen.
- Engmaschige Vitalzeichenkontrolle (Puls, Blutdruck, Atmung, Bewusstsein).
Die weiteren Maßnahmen zum Schock erfahren Sie leider erst später, weil es in diesem Kurs um den niedrigen Blutdruck geht. Zum Thema „Schock“ wird es einen eigenen Kurs geben. Sie können jedoch damit rechnen, dass dem Patienten eine Infusion angelegt wird und dass er in einem Krankenhaus auf die Intensivstation verlegt wird. In einem Alten- oder Pflegeheim würde so ein Patient direkt ins Krankenhaus kommen. Ja, und das ist die Überleitung zur nächsten Seite. Diese Seite behandelte eher den Schock aus medizinischer Sicht, aus der Sichtweise des Krankenhauses.
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Identnummer: 20091216
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