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Das Verdauungssystem – Schinkenbrot


Es ist Abend, der Sinn steht mir nach etwas Herzhaftem.


Das Verdauungssystem. Kurze Aufzählung, was dazugehört:


  • Die Mundhöhle und der Rachenraum
  • Die Speiseröhre
  • Der Magen
  • Der Dünndarm
  • Die Leber, die Bauchspeicheldrüse, die Gallenblase
  • Der Dickdarm und der Mastdarm

Der einfachste Weg, dieses System kennenzulernen, ist dem Weg der Nahrung zu folgen.



       Abb.: 19 Schinkenbrot, www.istockphoto.com, "Italian Sandwich" Dateinr.: 784137 © Kelly Cline


Wir schauen uns mal an, was mit diesem Brot passiert.


Die Mundhöhle und der Rachenraum


Als Erstes wird abgebissen. Der Bissen landet im Mund und durch das Kauen wird das Brot und der Schinken zerkleinert. Gleichzeitig fließt Ihr Speichel und feuchtet die Nahrung an, und nicht nur das – der Speichel enthält schon erste Verdauungsenzyme. Die Kohlenhydratverdauung beginnt schon im Mund. Nebenbei schmecken und riechen Sie. Wäre der Schinken zu salzig oder würde „komisch“ schmecken, würden Sie ihn ausspucken. Schließlich ist der Bissen gut zerkleinert, Sie schlucken, da kommt der Rachen ins Spiel. Schlucken ist eine komplizierte Angelegenheit, bei der viele Muskeln beteiligt sind. Doch Sie brauchen darüber nicht nachzudenken, wesentliche Teile des Schluckaktes sind reflexgesteuert.



       Abb.: 20 - Mundhöhle © Andreas Heimann-Heinevetter


Die Speiseröhre


Die Speiseröhre ist ein muskulöser Schlauch, die Verbindung zwischen Rachen und Magen. Durch rhythmische Kontraktionen befördert sie den Bissen in den Magen. Dies geschieht problemlos, sofern Sie ausreichend gekaut haben.


Der Magen


Im Magen erhält der zerkaute Bissen eine heftige „Dusche“, die Magensäure und die Verdauungsenzyme des Magens töten sehr viele Krankheitserreger ab und spalten die großen Eiweißmoleküle in kleine Einheiten. Der Bissen wird zu einem Nahrungsbrei. Der Magen entlässt diesen Brei in den Dünndarm. Jetzt hat das Ganze optisch nichts mehr mit dem appetitlichen Brot zu tun, das Sie verzehrt haben.


Abb.: 21 - Magen © Andreas Heimann-Heinevetter

Der Dünndarm


Insgesamt ist Ihr Dünndarm etwa fünf Meter lang. Er teilt sich in drei Abschnitte: das Duodenum (der Zwölffingerdarm, ca. 30 cm Länge), das Jejunum (ca. 2 m Länge) und das Ileum (ca. 3 Meter Länge).


Im Duodenum werden dem ehemaligen Brot Verdauungssäfte zugemischt. Produziert werden diese von der Leber und der Bauchspeicheldrüse. Die Leber produziert die Gallensäure, welche in der Gallenblase gespeichert und bei Bedarf in den Zwölffingerdarm abgegeben wird, um die Fette zu verdauen. Die Bauchspeicheldrüse (das Pankreas) produziert den Pankreassaft, der ist alkalisch, neutralisiert also die Magensäure und ist wichtig für die Verdauung der Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße. Der Nahrungsbrei gelangt zu den weiteren Abschnitten des Dünndarms, hier wird er chemisch weiter zerkleinert und vor allem werden Inhaltsstoffe der Nahrung vom Körper aufgenommen. Das Brot kommt bei Ihnen an. Das nährstoffreiche Blut des Dünndarms fließt nicht direkt zum Herzen, sondern erst einmal zur Leber – der Chemiefabrik („Bayer-Werke“) des Körpers. Dort werden die Nährstoffe so umgebaut, dass der Körper etwas mit ihnen anfangen kann.



          Abb.: 22 - Leber, auf der Rückseite der Leber befindet sich die Gallenblase © Andreas Heimann-Heinevetter



Abb.: 23 - Bauchspeicheldrüse. Die Enzyme der Bauchspeicheldrüse und die Gallensäure der Leber fließen durch eine gemeinsame Einmündung in den Zwölffingerdarm © Andreas Heimann-Heinevetter



Abb.: 24 - Zwölffingerdarm © Andreas Heimann-Heinevetter



       Abb.: 25 - Dünndarm - rechts, links und oben ist der Dickdarm (dunkelbraun) zu sehen © Andreas Heimann-Heinevetter


Der Dickdarm und der Mastdarm


Hauptaufgabe des Dickdarms ist es, den ehemaligen Nahrungsbrei (die Nährstoffe wurden ja schon im Dünndarm herausgezogen) einzudicken, also Wasser aufzunehmen. Am Tag produziert der Mensch bis zu 8 Litern an Verdauungssäften (Speichel, Magensaft, Gallen- und Pankreassaft), diese bestehen in der Hauptsache aus Wasser, und der Körper ist nicht so dumm, dieses Wasser zu verlieren, sondern holt es sich zurück. Und dies geschieht im Dickdarm. Außerdem werden im Dickdarm Mineralstoffe, die an der Verdauung beteiligt waren, dem Körper wieder zugeführt. Der Mastdarm – das Rektum – ist der letzte Abschnitt des Dickdarms. Seine Aufgabe besteht in der Hauptsache darin, den Stuhl aufzubewahren, bis Sie sich entschließen, zur Toilette zu gehen.

Das war das Verdauungssystem in groben Zügen. Im Grunde wurden alle wesentlichen Aufgaben genannt. Noch einmal zusammenfassend die Aufgaben des Verdauungssystems:

  • Die Nahrungsmittel in ihre Bestandteile zu zerlegen (erst mechanisch, dann chemisch) und die Nährstoffe ins Blut aufzunehmen.
  • Die gewonnenen Nährstoffe in für den Körper verträgliche Formen umzubauen (Leber)
  • Wasser aufzunehmen
  • Unverdauliche Bestandteile und Stoffwechselprodukte auszuscheiden

Wasser, das ist das Stichwort für die nächste Seite. Der Harntrakt.


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