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Einführung: Notfall - Wiederbelebung, Mund-zu-Mund-Beatmung und Mund-zu-Nase- Beatmung
Ziele des Kurses
Beatmung - Unterschiede zur normalen Atmung
Beatmungsformen im Vergleich
Durchführung der Mund-zu-Mund-Beatmung
Probleme bei der Mund-zu-Mund-Beatmung
Fehler bei der Mund-zu-Mund-Beatmung
Mund-zu-Mund-Beatmung im Krankenhaus
Durchführung der Mund-zu-Nase-Beatmung
Probleme und Fehler bei der Mund-zu-Nase-Beatmung
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Beatmung - Unterschiede zur normalen Atmung


Die Situation beatmet zu werden ist unphysiologisch. Wenn Sie beatmet werden, sind Sie, Ihr Körper, in einer völlig anderen Situation als unter normalen Umständen.


Gemeint ist die Beatmung in einer Notfallsituation und nicht die maschinelle Beatmung, wie sie z.B. auf der Intensivstation durchgeführt wird.


Überlegen Sie kurz, welche Unterschiede Ihnen einfallen zwischen selbst atmen und beatmet werden.


Nachdenken - Atmung und Beatmung

Abb. 1: Nachdenken, www.istockphoto.com, Think - Man in Word, Dateinr.: 13210646 © Chris Lamphear


Ich habe überlegt, und mir sind folgende Unterschiede aufgefallen:


  • Werde ich in einer Notfallsituation beatmet, so liegt in den meisten Fällen gleichzeitig ein Herzstillstand vor. Dies bedeutet, dass das Blut nicht fließt,  sondern in den Blutgefäßen steht.

    Eine Zwangsläufigkeit, die sich hieraus ergibt: Liegt neben dem Atemstillstand ein Herzstillstand vor, so wird die Beatmung allein niemals helfen. Gleichzeitig muss das Blut mittels Herzmassage transportiert werden.

    Das hört sich banal an, ich wollte es nur erwähnen.

  • Sämtliche Schutzreflexe sind ausgeschaltet. Rinnt mir Erbrochenes in die Lunge, beginne ich nicht, zu husten.

  • Die gesamte Körpermuskulatur ist erschlafft. Dies hat, in Bezug auf die Beatmung, zwei wichtige Folgen. Zum einen fällt die Zunge nach hinten in den Rachen und verlegt die Atemwege, außerdem sind auch die Speiseröhre und der Verschluss des Mageneingangs erschlafft. Das bedeutet, wenn der von Ihnen verabreichte Atemzug zu groß ist (mehr als ein normaler Atemzug), gelangt überschüssige Luft in den Magen und kann weitere Probleme im Sinne von Erbrechen verursachen.

  • Bei der Beatmung entsteht ein positiver Druck in den Lungen und im  Brustkorb. Das hört sich unwichtig an, ist jedoch recht wichtig.

    Normalerweise ist der Druck im Brustkorb bei der Einatmung leicht negativ. Der Brustkorb weitet sich, und so wird die Luft „angesaugt". Das können Sie einfach ausprobieren. Verschließen Sie den Mund und halten Sie dann die Nase fast zu. Wenn Sie jetzt einatmen, spüren Sie, wie die Luft eingesaugt wird. Bei der normalen Ausatmung wird der Druck im Brustkorb, wenn überhaupt, nur ganz leicht positiv.

    Anders ist das, wenn Sie beispielsweise husten. Da steigt der Druck im Brustkorb bei der Ausatmung deutlich an.

    Ich möchte auf etwas hinaus, deshalb müssen Sie jetzt noch etwas weiter lesen.

    Vielleicht haben Sie einen Spiegel in der Nähe und gewisses schauspielerisches Talent. Gehen Sie zum Spiegel, schauen Sie sich an und jetzt „markieren" Sie einen richtig fetten Hustenanfall (schauen Sie dabei in den Spiegel) ... aufhören mit Husten!

    Husten Anstieg des intrathorakalen Drucks

    Abb. 2: Husten, www.istockphoto.com, Symptoms - Cough, Dateinr.: 2145389 © Jason Lugo

    Fällt Ihnen etwas auf? Ihr Kopf wird rot, und die Adern am Hals treten hervor! Es sind die Halsvenen, die hervortreten. Der Grund ist der positive Druck im Thorax beim Husten.

    Und nun stellen Sie sich vor, Sie beatmen einen Patienten, egal ob Mund-zu-Mund oder mit Beatmungsbeutel. Bei jeder Einatmung wird die Brust angehoben, das Zwerchfell wird etwas in den Bauchraum gedrückt.

    Entsprechend entsteht im  Brustkorb ein positiver Druck. Und in der Folge kann das Blut nicht zum Herzen strömen.

    Zur Erinnerung: Der Patient hat neben dem Atemstillstand auch einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Das Herz schlägt nicht, und deshalb „saugt" es das Blut nicht an, die Muskelpumpe ist ausgefallen, sämtliche Muskeln sind ja erschlafft. Und nicht zuletzt entfällt der ansonsten negative Brustkorbinnendruck bei der Einatmung - im Gegenteil, der Druck ist positiv.

    Darauf wollte ich hinaus. Die Beatmung während der Wiederbelebung führt durch den positiven Druck im Brustkorb dazu, dass sich das Herz schlechter mit Blut füllt. Das wirkt sich negativ auf den Blutdruck aus.

  • Bei der Mund-zu-Mund- oder Mund-zu-Nase-Beatmung ist der Sauerstoffgehalt in der Einatemluft des Patienten geringer als bei Raumluft. Die Luft, die Sie einatmen, enthält 21 % Sauerstoff; die Luft, die Sie ausatmen, etwa 16 %. Ihre Ausatmung verwenden Sie zur Atemspende, der Patient erhält also weniger Sauerstoff, doch es reicht.


    sauerstoffgehalt der Luft in grosser Höhe, Mount Everest

    Abb. 3: Mount Everest - Sauerstoff, www.istockphoto.com, Mount Everest, Dateinr.: 2561395 © weareadventurers

    Übrigens: Bis in 90 Kilometer Höhe ist die Zusammensetzung der Erdatmosphäre relativ gleich, d.h., auf dem Mount Everest ist der Sauerstoffgehalt in der Einatemluft in etwa so wie auf der Nordseeinsel Baltrum. Doch auf dem höchsten Berg der Erde beträgt der Luftdruck etwa nur ein Drittel von dem der kleinen Nordseeinsel. Deshalb wird auf diesem Berg viel weniger Sauerstoff vom Blut aufgenommen.

    Also wird die Luft nicht dünner!

Sicher gibt es noch mehr Unterschiede zwischen der normalen Atmung und der Situation, beatmet zu werden. Die geschilderten Unterschiede halte ich jedoch für die wichtigsten in Bezug auf die Wiederbelebung.


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