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Stufenmodell der Kompetenzentwicklung


Sie werden mir sicher zustimmen, wenn ich behaupte, dass ein Anfänger im Pflegeberuf anders handelt als eine erfahrene Pflegekraft. Das gilt nicht nur für Pflegekräfte, sondern auch für andere Berufe. Der Mathematiker und Systemanalytiker Stuart Dreyfus und der Philosoph Hubert Dreyfus entwickelten ein Modell der Kompetenzentwicklung.


Dreyfus und Dreyfus benennen fünf Kompetenzstufen:


  1. Neuling
  2. Fortgeschrittener Anfänger
  3. Kompetenter
  4. Erfahrener
  5. Experte

Außerdem identifizieren sie drei grundlegende Merkmale, die im Verlauf der Kompetenzentwicklung vom Anfänger zum Experten sichtbar werden:


  • Anstatt abstrakte Regeln durchzuführen, wird auf die konkrete Erfahrung zurückgegriffen.
  • Situationen werden zunehmend ganzheitlicher erfasst.
  • Ein Lernender wird zunehmend zum aktiv Handelnden.

Die amerikanische Pflegewissenschaftlerin Patricia Benner hat dieses Modell auf die Pflege übertragen. Hierbei legte sie einen Schwerpunkt auf das praktische Wissen, das heißt, wie ein und dieselbe Pflegesituation in den unterschiedlichen Kompetenzstufen erfasst wird.


Berufsanfänger verfügen nicht über die praktische Erfahrung wie Pflegeexperten. Entsprechend unterscheidet sich die Arbeitsweise. Benner identifiziert sechs Aspekte praktischen Wissens:


  1. Die Sensibilität für kleine, aber feine Unterschiede. Der Experte oder die Expertin hat einen „Kennerblick”. Sie sehen Dinge, die der Anfänger nicht sieht. Der Grund ist die langjährige Erfahrung. Sind Sie Auszubildender und haben jemanden mit diesem Blick an Ihrer Seite, fallen ihm Dinge auf, die Sie nicht sehen, z.B. beim Betten die kleinen roten Punkte an einigen Stellen der Haut. Das sind Petechien, kleine Einblutungen in der Haut, die auf eine Blutgerinnungsstörung hinweisen.
  2. Praktisches Wissen bedeutet ein gemeinsames Verständnis von dem zu haben, was für Hilfsbedürftige förderlich ist. Als Anfänger: Sie lagern mit einem Anfänger einen Patienten. Sie machen es richtig, aber arbeiten nicht Hand in Hand. Arbeiten erfahrene Pflegekräfte miteinander, ist es anders. Der eine hält das Bein des Patienten, und der andere hat das Kissen, auf dem das Bein gelagert wird, schon in der Hand. Dieses gemeinsame Verständnis wird insbesondere in kritischen Situationen sichtbar. Verzeihen Sie den Ausdruck, aber bei Reanimationen auf der Intensivstation spielen sich erfahrene Leute die „Bälle” zu. Sie verstehen sich ohne Absprachen.
  3. Standards. Also Annahmen, Erwartungen und Einstellungen, die dem offiziellen Wissen entsprechen. Sind Sie Anfänger, handeln Sie nach Vorgaben oder Standards, und das ist auch richtig. Arbeiten Sie mit einer erfahrenen Pflegekraft oder einem Experten zusammen, wird es Ihnen passieren, dass diejenige oder derjenige sagt: „Nein, das machen wir heute (in dieser Situation) nicht.” Sie stutzen vielleicht zuerst, aber Sie machen mit, und es klappt. Der Grund ist, dass wirklich erfahrene Leute viele vergleichbare Situationen erlebt haben und dann auch den „Schneid” zu Entscheidungen haben.
  4. Entscheidungen. Erfahrene Pflegekräfte blicken auf einzelne auffallende Behandlungsfälle zurück. Es ist persönliches Wissen, über das Anfänger nicht verfügen.
  5. Verschlüsselte Sprache. Das können Sie als Anfänger beobachten, fällt Ihnen als erfahrene Pflegekraft jedoch kaum auf. Erfahrene Pflegekräfte verwenden untereinander teilweise eine verschlüsselte Sprache (und bemerken es selbst nicht), einem Neuling fällt das jedoch auf.
  6. Unvorhersehbare Aufgaben. In einem Krankenhaus oder einem Pflegeheim gibt es Aufgaben, bei denen pflegerisches Wissen erforderlich ist, die aber nicht direkt in den Bereich der Pflege fallen. Mit solchen Aufgaben werden erfahrene Pflegekräfte betraut.

Die obigen Kriterien fielen Benner auf. Sie entwickelte hieraus das Stufenmodell der Kompetenzstufen für Pflegekräfte.


Abb. 5: Stufenmodell der Kompetenzentwicklung © Andreas Heimann-Heinevetter


Neuling: Der Neuling verfügt über wenig oder keine Erfahrung in der Pflege. Sein Handeln richtet er nach den Regeln aus, die er gelernt hat. Das sind verständlicherweise zunächst wenige. Auf kritische Situationen kann er, sofern er diese erkennt, nur sehr eingeschränkt reagieren. Er ist nicht in der Lage zu erkennen, was Vorrang hat.


Nun, das liest sich wie eine negative Beschreibung, ist es aber nicht. Sollten Sie Neuling sein: Jeder hat einmal angefangen.


Fortgeschrittener Anfänger: ...

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Identnummer: 20091216

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