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pflege-kurse.de - Sturzrisikoskala
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pflege-kurse.de - Sturzrisikoskala

Natürlich habe ich mir beim Schreiben einige Gedanken darüber gemacht, wie ein Assessmentinstrument zur Erfassung des Sturzrisikos aussehen sollte, was ich davon erwarten würde und was nicht.

Was ich erwarte:

  • Alle relevanten Sturzrisiken sollen abgefragt werden: intrinsische, extrinsische, aber auch das Lebensalter.

  • Individuelle Sturzrisiken müssen identifiziert werden.

  • Der Test muss einfach sein.

  • Die Auswertung des Tests muss einfach sein.

  • Der Test gibt Hinweise zur Verhinderung möglicher Sturzrisiken.

Was ich nicht erwarte:

  • Ein Testergebnis, das die Sturzgefährdung quantifiziert im Sinne von gering, mittel oder hoch. Warum? Was hilft es Ihnen zu wissen, wie hoch die Sturzgefährdung ist? Ist die Sturzgefährdung gering, kann der Patient morgen Nacht trotzdem stürzen. Ist die Sturzgefährdung hoch, kann der Patient erst in Monaten oder gar nicht stürzen. Wichtig ist es, die Sturzrisiken zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

  • Ich erwarte nicht, dass ein Test wissenschaftlich ist, sondern dass er mir hilft, die Sturzrisiken treffend zu erfassen, d.h. ist er plausibel und für mich nachvollziehbar, so reicht mir das als „Wissenschaftlichkeit“.

    Gut, also im Folgenden meine Sturzrisikoskala. Einsetzbar ist diese Skala im Krankenhaus, in Alten- und Pflegeheimen und im häuslichen Umfeld.

Abb. 3: Assessmentinstrument – Sturzrisiko Skala, www.istockphoto.com, checklist, Dateinr.: 10466267 © csepei aliz


Nr.   Ja Weis
nicht
Nein
Allgemeiner Teil      
1 Alter: 65 Jahre oder älter?

Hinweis: Im Alter von 65 Jahren oder älter stürzt man im Allgemeinen häufiger. Sie sollten je nach Zustand eine Versorgung mit Hilfsmitteln (Gehstock, Rollator, ggf. Hüftprotektor) in Betracht ziehen.

Beantworten Sie auch die zwei nachfolgenden Fragen!
     
2 Alter: 85 Jahre oder älter?
  Hinweis: Im Alter von 85 Jahren oder älter stürzt man deutlich öfter. Eine Versorgung mit Hilfsmitteln (Rollator) und Hüftprotektoren erscheint mir sinnvoll.      
3 Alter: 90 Jahre oder älter?
  Hinweis: Im Alter von 90 Jahren oder älter stürzt man in der Regel. Zu einer Versorgung mit Hilfsmitteln (Rollator) und Hüftprotektoren raten.      
4 Der Patient/Bewohner wohnt in einem Alten- oder Pflegeheim
  Hinweis: Nicht ohne Grund lebt man in einem Alten- oder Pflegeheim. Insgesamt ist das Sturzrisiko der dort lebenden Personen erhöht. Bei Verlegung aus dem Krankenhaus auf ein allgemein statistisch erhöhtes Sturzrisiko hinweisen (pflegerischer Verlegungsbericht). Im Alten- und Pflegeheim die einzelnen Sturzrisiken analysieren und ggf. entsprechende Maßnahmen einleiten.      
  Intrinsische Sturzrisiken      
  Bewegungsbezogene Funktionseinbußen und Funktionsbeeinträchtigungen      
5 Probleme mit der Körperbalance oder dem Gleichgewicht
  Hinweis: Suchen Sie die Ursachen für diese Probleme. Verdächtig sind z.B. Medikamente, die den Blutdruck senken. Auf der anderen Seite gibt es Medikamente, die einen Schwindel verbessern, oder ein spezielles Balancetraining.      
6 Gangveränderungen oder Bewegungseinschränkungen.
  Hinweis: Gangveränderungen und Bewegungseinschränkungen können sich sehr unterschiedlich zeigen. Es kann ein Hinken sein, die Bevorzugung eines Beins beim Treppensteigen, das Neigen zu einer Flurseite oder bevorzugte Seiten beim Transfer, z.B. vom Rollstuhl ins Bett. Diese Dinge sollten Ihnen auffallen, eventuell kann eine Versorgung mit Hilfsmitteln oder ein spezielles Training (Übung) zu einer Verbesserung führen.      
  Erkrankungen, die mit veränderter Mobilität, Motorik oder Sensibilität einhergehen      
  Hinweis: Die Symptome und Ursachen der nachfolgend genannten Erkrankungen/Beeinträchtigungen (Punkt 7 bis14) sind sehr unterschiedlich. Neben der ursächlichen Behandlung sollte das pflegerische Augenmerk auf einem Erhalt bzw. einer Wiederherstellung der Mobilität liegen. In Frage kommen Mobilisationsmaßnahmen, die Versorgung mit Hilfsmitteln, Krankengymnastik, physikalische Therapie und ggf. Patientenschulung. Je nach Grundkrankheit können weitere spezifische Interventionen hinzukommen.      
7 Multiple Sklerose
8 Parkinsonsche Krankheit
9 Schlaganfall, Apoplexie
10 Polyneuropathie
11 Osteoarthritis
12 Krebserkrankungen
13 Andere chronische Erkrankungen
14 Schlechter Allgemeinzustand
Sehbeeinträchtigungen (auch solche, die durch eine passende Brille korrigiert werden)      
Hinweis: Für alle Sehbeeinträchtigungen gilt, dass sie - sofern möglich - mit einer entsprechenden Sehhilfe ausgeglichen werden sollten.      
15 Kurzsichtigkeit
16 Weitsichtigkeit
17 Gesichtsfeldausfall
18 Veränderte Kontrastwahrnehmung, z.B. aufgrund von Augentropfen
19 Grauer Star
20 Andere Sehbeeinträchtigungen
Beeinträchtigung von Kognition und Stimmung      
Hinweis: Mögliche Interventionen betreffen die Grunderkrankung und müssen spezifisch ausgewählt werden.      
21 Demenz
22 Depression
23 Andere bedeutsame Einschränkungen der Kognition oder Stimmung
Erkrankungen, die zu einer kurzzeitigen Ohnmacht führen können.      
Hinweis: Entsprechend der Grundkrankheit muss eine spezifische Behandlung eingeleitet werden. Vorangegangene Stürze sollten auf die Möglichkeit einer sturzauslösenden Ohnmacht überprüft werden.      
24 Diabetes mit Neigung zur Hypoglykämie
25 Haltungsbedingte Hypotension (Blutdruckabfall, z.B. beim Aufstehen)
26 Herzrhythmusstörungen
27 Epilepsie oder anderes zentrales Krampfleiden
28 Anamnestisch vorangegangene TIA
Inkontinenz und Ausscheidungsverhalten      
Hinweis: Eine mögliche Intervention richtet sich nach Art der nachfolgenden sturzrisikobehafteten Beeinträchtigung. Maßnahmen reichen von einer angepassten Inkontinenzversorgung über die bettnahe Bereitstellung eines Toilettenstuhls bis hin zu einer möglichen Veränderung einer bestehenden Medikation.      
29 Harninkontinenz
30 Stuhlinkontinenz
31 Durchfälle
32 Nykturie (zwei oder mehr Toilettengänge in der Nacht)
Sturzangst      
Hinweis: Eine der wesentlichen Folgen von Sturzangst ist eine durch Vermeiden eingeschränkte Mobilität, die wiederum das Sturzrisiko vergrößert. Interventionsmaßnahmen müssen zum Ziel haben, die Mobilität zu erhalten und zu verbessern.      
33 Sturzangst wird geäußert oder ist am Verhalten ablesbar
Sturzvorgeschichte      
Hinweis: Vorangegangene Stürze weisen auf ein Sturzrisiko hin, ggf. bieten sie Hinweise für eine gezielte Intervention      
34 Ein Sturz innerhalb des letzten Jahres
35 Zwei oder mehr Stürze innerhalb des letzten Jahres
36 Der letzte Sturz liegt weniger als einen Monat zurück
Extrinsische Sturzrisikofaktoren      
Hilfsmittel      
Hinweis: Die Verwendung von Hilfsmitteln deutet auf ein erhöhtes Sturzrisiko hin. Ein Hilfsmittel nützt dem Patienten/Bewohner nur, wenn es sachgerecht verwendet wird.      
37 Hilfsmittel (Gehstock, Rollator oder Ähnliches) werden verwendet
38 Der Patient oder Bewohner wirkt bei Benutzung des Hilfsmittels unsicher
Schuhe und Kleidung      
Hinweis: Unangemessenes Schuhwerk sowie das An- und Ausziehen können ein Sturzrisiko beinhalten. Je nach Situation kann die pflegerische Intervention zur Verhinderung von Stürzen, z.B. als Hilfe beim An- und Auskleiden, notwendig werden. Ggf. sollte anderes Schuhwerk benutzt werden.      
39 Das Schuhwerk bietet keinen sicheren Halt am Fuß, z.B. Slipper ohne Halteriemen
40 Unsicherheit beim An- und Auskleiden, z.B. Anziehen einer Hose
Medikamente      
Hinweis: Eine mögliche Änderung der Medikation fällt in den ärztlichen Aufgabenbereich.      
41 Es werden drei oder mehr unterschiedliche Medikamente regelmäßig eingenommen
42 Es werden Psychopharmaka eingenommen
43 Es werden Sedativa/Hypnotika eingenommen
44 Es werden Antiarrhythmika eingenommen
45 Es werden Diuretika eingenommen
Gefahren der Umgebung      
Hinweis: Umgebungsgefahren sind insofern relevant, wie ein Patient oder Bewohner sich ihnen aussetzt, d.h. Eis und Schnee ist nur relevant für einen Patienten, der bei diesem Wetter unterwegs ist. Umgebungsgefahren lassen sich häufig mit wenigen Handgriffen beseitigen. Umgebungsgefahren, die Sie direkt beseitigen (wie z.B. schlechte Beleuchtung aufgrund einer durchgebrannten Glühbirne), markieren Sie nicht als Sturzrisiko.      
Innerhalb von Räumen      
46 Schlechte Beleuchtung
47 Steile Treppen
48 Mangelnde Haltemöglichkeiten
49 Glatte Böden
50 Stolperfallen wie Teppichkanten, herumliegende Gegenstände oder Haustiere
Außerhalb von Räumen      
51 Unebene Gehwege oder Straßen
52 Mangelnde Sicherheitsausstattung (z.B. Geländer oder schlechte Straßenbeleuchtung)
53 Wetterverhältnisse wie Eis und Schnee
         
  SUMME      

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Identnummer: 20091216

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