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Sturzrisiken innerhalb von Räumen und Gebäuden


Umgebungsbedingungen haben, das ist auf der vorangegangenen Seite deutlich geworden, nicht unerheblichen Einfluss auf das Sturzrisiko. Woolf und Atkesson (2003), haben diesen Faktoren strukturiert und in solche die eine Rolle in Räumen und Gebäuden und in solche die „draußen“ eine Rolle spielen unterteilt.

Auf dieser Seite geht es um die „schlechten“ Umgebungsbedingungen „in Räumen und Gebäuden“. Es sei gleich vorweg bemerkt, dass dies die Dinge sind auf die Sie als Pflegekraft im Prinzip Einfluss haben,

Einfaches Beispiel: Die Wasserlache auf dem Flur. Es liegt in Ihrer Hand den Boden mit einem Lappen zu trocknen und so das Sturzrisiko zu beseitigen.


Sturzrisiko - Schlechte Beleuchtung



Abb. 12: Sturzrisiko – Schlechte Beleuchtung, www.istockphoto.com, Steps, Dateinr.: 4607321 © Luke Daniek

Sehen Sie die Treppenstufen („Ja, ich werde das Flurlicht reparieren, versprochen!“)? Schlechte Beleuchtung gibt es auf unterschiedliche Weise. Z.B. eine Glühbirne ist im Flur Ihres Alten- und Pflegeheims durchgebrannt. Dort wo sonst am Abend Licht wäre herrscht nun Dunkelheit. Doch schlechte Beleuchtung kann sich auch auf andere Weise darstellen.

  • Flackerndes Licht. Sind Neonröhren alt, dann beginnen Sie nicht selten zu flackern. Dies ist nicht nur „nervend“ sondern führt z.B. in Treppenhäusern zu riskanten Sichtverhältnissen.

  • Grelles, blendendes Licht. Ist das Licht zu hell oder blendet, so schaut man in eine andere Richtung. In der Folge kann es passieren, dass man genau das nicht sieht worauf man hätte achten sollen und stolpert. Eine Situation, die Sie sicher kennen ist die tiefstehende Sonne beim Autofahren, so wirkt grelles oder blendendes Licht.

  • Wechsel zwischen guter und schlechter Beleuchtung. Auch das kennen Sie sicher aus eigener Erfahrung: Flure, Treppenhäuser oder Zimmer die teilweise sehr gut beleuchtet sind und in anderen Teilen so schlecht, das Sie am liebsten eine Taschenlampe benutzen würden.

  • Allgemein zu schwaches Licht. Ältere Menschen, wollen oder müssen oft sparen. Eine der Möglichkeiten, die genutzt wird ist es „Strom zu sparen“ z.B. indem einzelne Glühbirnen in einer Lampe herausgedreht werden. Die Folge ist ein allgemein zu schwaches Licht bei Dunkelheit.

  • Zu kurze Lichtphasen bei automatischer Beleuchtung. Viele Treppenhäuser oder Flure werden automatisch beleuchtet. Man drückt auf den Lichtschalter und nach einer festgelegten Zeit erlischt das Licht automatisch. Sofern Sie gut zu Fuß sind haben Sie damit kein Problem. Anders ist es jedoch, wenn Sie nur langsam gehen können, da stehen Sie dann plötzlich auf halber Treppe im Dunkeln.

Schlechte Beleuchtung muss nicht sein, mit relativ wenig Aufwand lässt sich die Beleuchtungssituation bei den meisten der oben geschilderten Beispiele verbessern. Ihre Aufgabe als Pflegekraft ist es sturzfördernde Defizite bei der Beleuchtung zu erkennen und soweit es möglich ist Abhilfe zu schaffen.


Sturzrisiko – Steile Treppen



Abb. 13: Sturzrisiko – Steile Treppen, www.istockphoto.com, Elderly Man Takes a Tumble Down Cement Stairs, Dateinr.: 14947922 © WilliamSherman

Der Unterschied zwischen einer normalen und einer steilen Treppe liegt im Anstieg bzw. Gefälle. Die einzelnen Treppenstufen sind höher als normal, manchmal ist zusätzlich die Standfläche auf der einzelnen Treppenstufe  kleiner.


Sturzrisiko - Fehlende Haltemöglichkeiten


Unter Haltemöglichkeiten versteht man nicht nur die Geländer einer Treppe. Treppen sind fast immer mit einem Geländer ausgestattet, wenigstens auf einer Seite. Ein einseitiges Geländer ist jedoch nicht von jedem zu benutzen, denken Sie z.B. an einen Bewohner mit einer Halbseitenlähmung nach einem Schlaganfall. Dies mag zu der kurios anmutenden Situation führen, dass die meist ohnehin schon im Gehen eingeschränkten Personen eine Treppe rückwärts hinabsteigen bzw. beim Aufstieg über Kreuz zum Geländer greifen.


Eine weitere häufig in Krankenhäusern anzutreffende Haltemöglichkeit sind Geländer an den seitlichen Wänden der Flure. Leider sind diese Geländer durch Zimmertüren zwangsläufig unterbrochen. Ein weiteres Problem ist das die Geländer zeitweise nicht zugänglich sind, weil z.B. ein an der Wand stehendes Bett den Zugriff versperrt.


Sturzrisiko – Glatte Böden



Abb. 14: Sturzrisiko – Glatte Böden, www.istockphoto.com, man wolking with flip flop, Dateinr.: 6261569 © Jessica Morelli

Glatte Böden im Sinne von sehr eben wie Parkett-, PVC- oder Laminatböden sind wahrscheinlich kein Sturzrisiko. Sie werden jedoch zum Sturzrisiko sobald das geeignete Gleitmittel hinzukommt. Flüssigkeit, Fett oder Silikonspray machen diese Böden dann zu einer Rutschbahn. Entdecken Sie ein solches Sturzrisiko, dann nehmen Sie einen Lappen zur Hand und beseitigen es.


Sturzrisiko – Stolpergefahren



Abb. 15: Sturzrisiko – Stolpergefahren, www.istockphoto.com, Tripping on Cord, Dateinr.: 2868744 © Dave Pilibosian

Stolpergefahren finden sich wahrscheinlich eher im privaten Umfeld als z.B. in einem Krankenhaus.  Stolpern kann man über fast alles, das sich auf dem Boden befindet. Sie oder Ihre Patienten oder Bewohner können Stolpern über:

  • Teppichkanten und Wellen im Teppich

  • Fußmatten insbesondere wenn sie sich nicht am angestammten Platz befinden.

  • Stromkabel. Ich denke z.B. an Ultraschalluntersuchungen im Patientenzimmer oder Weihnachtsbäume auf dem Flur oder Filmvorführungen oder …

  • lange Sauerstoffschläuche

  • herumstehende Schuhe

  • Putzeimer

  • Haustiere (eine bewegliche Stolperfalle)

  • und vieles andere mehr.

Auch für Stolperfallen gilt, dass man sie meist mit geringem Aufwand beseitigen kann.

Ich wusste, dass Sie jetzt aufmerken: „Wie Haustiere sollen beseitigt werden, was schreibt der denn da?!“ Nein, Haustiere sollen nicht beseitigt werden, sie stellen einen Stolperfalle dar auf die man einfach achten muss.



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Identnummer: 20091216

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