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Einführung: Das Ohr - Hören - Schwerhörigkeit
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Hörgeräte


Hörgeräte sind Hörhilfen, die der symptomatischen Behandlung einer Schwerhörigkeit dienen. Dadurch soll das akustische Sprachverständnis verbessert werden. Hörgeräte müssen von HNO-Ärzten verordnet werden und werden anschließend von Hörgeräteakustikern angepasst. Dabei unterscheidet man zwischen verschiedenen Hörgerätetypen. Der Aufbau der Geräte besteht bei allen Typen aus einem Mikrofon (Schallaufnahme), speziellen Filtern, einem Verstärker, einem Prozessor (Schallbearbeitung) und einem Lautsprecher (der Schall wird hierdurch an das Trommelfell geleitet).

Hinter-dem-Ohr-Geräte (HdO)

Diese Hörgeräte werden - wie der Name schon sagt - hinter dem Ohr (HdO) getragen. Sie bestehen aus:

  • Einem Gehäuse in dem sich die Elektronik des Hörgerätes befindet. Das Gehäuse sitz hinter dem Ohr und ist mit

  • einem Schallschlauch verbunden. Dieser überträgt den verstärkten Schall an ein

  • individuell angepasstes Ohrpassstück (Otoplastik), das in den Gehörgang eingesetzt wird.

Im Vergleich zu Hörgeräten die alleinig im Ohr (Im-Ohr-Geräten IdO) getragen werden sind die HdO Geräte deutlich größer. Der Effekt ist, dass es mehr Platz für die Elektronik gibt und dadurch  höhere und differenzierte Verstärkungsleistungen möglich sind.


Hier ein Beispiel eines HdO-Gerätes:


Abb. 4: Hörgerät – Hinter-dem-Ohr-Geräte, www.istockphoto.com, Digital heraing aid with earmuold and tubing, Dateinr.: 9673414 © Andras Csontos

Eingesetzt werden diese Hörgeräte bei Menschen mit leichten, vor allem aber mit mittleren bis starken Hörverlusten. Etwa zwei Drittel der Hörgeräte sind Hinter-dem-Ohr-Geräte.

Es gibt manuell verstellbare, programmierbare oder vollautomatische Geräte. Diese Geräte erkennen haben mehr Funktionen als das Verstellen der lautstärke, sie sind z.B. in der Lage Sprache zu erkennen und diese gegenüber dem Umgebungslärm hervorzuheben.


HdO-Minis

Auch hier verweist der Name auf das Gerät: HdO-Minis sind im Vergleich zu den normalen Hörgeräten deutlich kleiner, dadurch eignen sie sich allerdings nicht für starke Hörverluste.


Ido-Geräte

Diese Hörgeräte werden im Ohr (IdO) getragen. Ein Im-Ohr-Gerät hat eine weiche S-Kurve. Das kleinere Ende sitzt direkt vor dem Trommelfell, während sich das größere Ende an der Ohröffnung befindet. Hier sind auch der Lautstärkeregler, das Batteriefach sowie der Ein- und Ausschaltmechanismus angebracht.



Abb. 5: Hörgerät – In-dem-Ohr-Geräte, www.istockphoto.com, Small hearing aid, Dateinr.: 13570288 © Alan Wong

Der Vorteil bei IdO-Geräten ist, dass sie relativ klein und unauffällig sind. Sie lassen sich leicht herausnehmen beziehungsweise einsetzen. Die Elektronik des Hörgerätes ist in eine individuell angefertigte Hohlschale eingearbeitet. So sitzt das Mikrofon nahe am Gehörgang, was der natürlichen Schallaufnahme am nächsten kommt und ein natürliches Richtungshören erleichtert. Auch für Brillenträger kann dieser Typ vorteilhaft sein, da der Platz hinter dem Ohr frei bleibt.


Die geringe Größe ist aber auch der Hauptnachteil dieser Hörgeräteart. Auf dem geringen Raum lässt sich nicht so viel Technik unterbringen wie bei einem Hinter-dem-Ohr-Gerät (HdO). So kann das HdO beispielsweise den Schall besser verstärken als die kleinen Geräte im Ohr. Daher sind Im-Ohr-Geräte (IdO) nur für leichte bis mittelgradige Hörverluste sinnvoll. Bei starken Hörschäden ist eine HdO-Versorgung besser.

Zudem muss auch der Gehörgang eine gewisse Größe haben, damit das Gerät darin Platz findet. Für Kinder ist es also weniger geeignet. Auch die Reinigung ist aufwändiger als beim HdO.


Verschiedene Ausführungen von IdOs

Es gibt unterschiedliche IdO-Systeme, die sich vor allem in der Größe unterscheiden:

In-the-Ear-Geräte (Concha-Geräte) füllen die Ohrmuschel Concha) vollständig aus, dadurch ist es deutlich sichtbar. Deshalb wählt man in der Regel eine hautfarbene Oberfläche.

In-the-Canal-Geräte („In-dem-Kanal“) liegen im Gehörgang. Das Gehäuse des Hörsystems bedeckt nur ein kleines Stück des äußeren Ohrs. Dadurch ist das Gerät fast nicht zu sehen.

Complete-in-Canal-Geräte liegen komplett im Gehörgang. Es ist das kleinste aller Hörgeräte.  Voraussetzung ist, dass der Ohrkanal groß genug ist, um das gesamte Hörgerät aufzunehmen.

Neben den erwähnten Hörgeräten sind noch die Knochenleitungshörgeräte und implantierbaren Hörgeräte zu nennen. Diese werden eingesetzt, wenn eine Versorgung mit den herkömmlichen Hörgeräten aufgrund von chronischen Entzündungsprozessen und Fehlbildungen (z.B. fehlender Gehörgang) nicht möglich ist.


Wir wollen uns nun von dem medizinischen und anatomischen Teil verabschieden und uns dem Bereich der Pflege etwas genauer widmen.



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Identnummer: 20091216

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