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Einführung: Atmung, Atemübungen, Einreibungen, Dehnlagerung, Lagerungsdrainagen, Inhalation.
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Lagerungsdrainagen


Ziel der nachfolgend gezeigten Lagerungen ist es, dass Bronchialschleim den größeren Bronchien bzw. der Trachea entgegenfließen kann, um ihn dann leichter abzuhusten.

Im Prinzip funktionieren alle Lagerungsdrainagen nach dem Prinzip der Schwerkraft. D.h., der Lungenbereich, aus dem Sekret abfließen soll, muss oberhalb des entsprechenden Hauptbronchus und der Luftröhre liegen.



Abb. 54: Schematische Darstellung der Bronchien, www.istockphoto.com, human bronchi, Dateinr. 6388967 © Sebastian Kaulitzki

Auf den ersten Blick mag das Prinzip der Lagerungsdrainage bestechend einfach und wirkungsvoll sein. Doch ein zweiter Blick enthüllt Schwächen - je nach Lagerung sogar Gefahren für den Patienten.


Wenn Sie daher eine spezielle Lagerungsdrainage durchführen wollen, so sprechen Sie das zuvor mit dem Arzt ab.


Voraussetzungen zur Lagerungsdrainage:


  • Bevor Sie eine Lagerungsdrainage durchführen, müssen Sie wissen, in welchem Lungenbezirk sich Sekret staut bzw. wo es schlecht abfließt. Hilfreich hierbei ist die Auskultation der Lunge sowie - falls vorhanden - ein aktuelles Röntgenbild.

    An diesem Punkt beginnt die Rücksprache mit dem Arzt. Ein günstiger Zeitpunkt wäre meiner Ansicht nach die Visite. Während der Visite können Sie die Lagerungsdrainage vorschlagen und darstellen, wie Sie den Patienten lagern würden. Das ist wichtig, da bei einigen Lagerungsdrainagen der Oberkörper und Kopf tiefer liegen als Bauch, Becken und Beine.

  • Vor der Lagerungsdrainage sollten Sie schleimlösende Maßnahmen durchführen, sehr zähes Sekret wird sonst kaum abfließen.

  • Selbstverständlich muss der Patient einverstanden sein.

  • Hat der Patient nur einen sehr schwachen Hustenstoß, besteht die Gefahr, dass er den abfließenden Schleim nicht abhusten kann. Ungünstigerweise kann sich dieses Sekret dann in unten liegenden Lungenabschnitten verteilen und so die Ausweitung einer Infektion begünstigen. Der Patient benötigt also einen ausreichend kräftigen Hustenstoß.

  • Je nach Art der Lagerungsdrainage muss der Magen des Patienten weitgehend leer sein bzw. darf sie bei nasal (oral) liegender Ernährungssonde nicht angewendet werden.

  • Bei akuter Luftnot würde ich auf eine Lagerungsdrainage verzichten, insbesondere da bei einigen Lagerungsdrainagen der Patient nicht nur flach, sondern kopftief gelagert wird.

Einfache, zufällige Lagerungsdrainage


Nicht jede Lagerungsdrainage ist beabsichtigt, fast zufällig führen Sie Lagerungsdrainagen bei der normalen Lagerung durch.


Oberkörperhochlagerung, Sitzen



Abb. 55: Oberkörperhochlagerung als Lagerungsdrainage © Andreas Heimann-Heinevetter

Bei jeder Oberkörperhochlagerung, z.B. wenn der Bewohner im Bett frühstückt, führen Sie (ob Sie es wollen oder nicht) eine Lagerungsdrainage der apikal (an der Spitze) gelegenen Lungensegmente durch.



Abb. 56: Lagerungsdrainage Oberkörperhochlagerung - betroffene Bereiche (blau), www.istockphoto.com, human bronchi, Dateinr. 6388967 © Sebastian Kaulitzki (farbliche Modifikation: Andreas Heimann-Heinevetter)


Liegt der Patient nur mit leicht erhöhtem Oberkörper, so konzentriert sich die Drainage auf die vorderen oberen Lungenbereiche.


Seitenlagerung


Auch die Seitenlagerung, um im Rahmen der Dekubitusprophylaxe die Gesäßregion zu entlasten, zieht unvermeidlich eine Lagerungsdrainage der oben liegenden Lungenanteile nach sich.


Abb. 57: Seitenlagerung als Lagerungsdrainage © Andreas Heimann-Heinevetter

Nahezu die gesamte oben liegende Lunge wird drainiert.



Abb. 58: Lagerungsdrainage Seitenlagerung - betroffene Bereiche (blau), www.istockphoto.com, human bronchi, Dateinr. 6388967 © Sebastian Kaulitzki (farbliche Modifikation: Andreas Heimann-Heinevetter)


Liegt der Patient nur leicht seitlich, so werden eher die vorderen seitlich gelegenen Bereiche drainiert.


Rückenlage


Auch in Rückenlage fließt Bronchialsekret von oben gelegenen Regionen nach unten zur Trachea, es ist also eine Form der Lagerungsdrainage. Dazu brauchen Sie jetzt kein Bild, denn die Rückenlage dürfte Ihnen bekannt sein.

Warum ich diese konventionellen Lagerungsdrainagen erwähne? Nicht weil Sie nun den Arzt fragen sollen, ob Sie jemandem das Kopfteil hochstellen oder ihn auf die Seite lagern dürfen.

Es geht mir vielmehr darum, dass Sie nach dem Lagern damit rechnen, dass Schleim mobilisiert wurde und der Patient eventuell abhusten muss. Es sollten also Papiertücher für den Patienten griffbereit liegen.


Lagern Sie einen Patienten, der nicht selbstständig abhusten kann, weil der Hustenstoß zu schwach ist, und rechnen Sie damit, ihn absaugen zu müssen. Also schauen Sie öfter nach dem Patienten.


„Echte“ Lagerungsdrainagen


Möchten Sie bei Ihrem Patienten eine echte Lagerungsdrainage durchführen, so sollten Sie das mit dem Arzt absprechen und zeitlich planen. Den Patienten in diese speziellen Lagerungen zu überführen ist manchmal aufwendiger. Außerdem benötigen Sie teilweise zusätzliche Lagerungsmittel wie Kissen, eine Bettrolle oder eine zusätzliche Bettdecke.

Bevor Sie diese Lagerungen mit dem Patienten durchführen, probieren Sie es an sich selbst aus. Dies gilt für die Drehung auf die entsprechende Seite bzw. für die Drehung auf den Bauch. Also lassen Sie sich erst einmal selbst lagern, bevor Sie den Patienten lagern.


Oberlappen-Drainage links

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Identnummer: 20091216

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