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Einführung: Krankenbeobachtung Atmung, Pflege bei Lungen- und Atemwegs-erkrankungen
Ziele des Kurses
Gefahr für die Atmung
Atemskala nach Bienstein
Leichte Störungen der Atmung, Selbsterfahrung
Gelegentliche Atemnot
Akute bzw. kontinuierliche Atemnot
Notfall akute Dyspnoe
Zusammenfassung
Fachbegriffe einfach erklärt
Bildnachweise, Literatur und Links
Ausblick
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Notfall akute Dyspnoe

Wie schon erwähnt, kann sich die Atemnot binnen kurzer Zeit, d.h. innerhalb weniger Minuten derartig verschlimmern, so dass Sie es mit einem Notfall zu tun haben.


Ebenso kann es sein:


Ein Patient und Bewohner hat geschellt, es dauert nur wenige Minuten, bis Sie „zur Schelle gehen". Wenn Sie ins Zimmer kommen, sitzt der Patient auf der Bettkante und ringt nach Luft, schiere Angst ist ihm ins Gesicht geschrieben. Die Atemnot ist so groß, dass er kaum sprechen kann. Das Einzige, was er leise und schnell sagt, ist: „Keine Luft, ... Luft". Mit der Hand deutet er auf das geschlossene Fenster.


Wie gehen Sie vor?

  • Lösen Sie Alarm aus, z.B. über die Rufanlage, das Telefon des Patienten, oder falls keine dieser Möglichkeiten besteht, durch Rufen.

    Kollegen und der Arzt müssen verständigt werden. Übrigens, diese Situation im Alten- und Pflegeheim ist ein Grund, ohne Umschweife den Rettungsdienst zu verständigen.

  • Versuchen Sie, beruhigend auf den Patienten einzuwirken, leiten Sie ihn an, ökonomisch zu atmen.

  • Sorgen Sie für frische Luft (Fenster öffnen). Behindert beengende Kleidung den Patienten, z.B. ein hoch zugeknöpftes Hemd, so öffnen Sie diese Kleidung.

  • Ist eine Notfall- oder Bedarfsmedikation für diesen Fall vorgesehen, so verabreichen Sie diese.

  • Der Patient kann leichter atmen, wenn er die Arme z.B. auf dem Nachtisch abstützen kann. Dadurch ist die Atemhilfsmuskulatur besser einzusetzen.

  • Seien Sie darauf vorbereitet, dass sich die Situation noch weiter zuspitzt, der Patient z.B. intubiert (Einführen eines Beatmungsschlauchs in die Luftröhre) werden muss bzw. eine Wiederbelebung erforderlich wird. Deshalb sorgen Sie dafür, dass alle erforderlichen Hilfsmittel in unmittelbarer Nähe sind (Notfallwagen, Notfallkoffer).

  • Rechnen Sie damit, dass der Patient ad hoc auf die Intensivstation bzw. ins Krankenhaus verlegt wird.

  • Absaugung. Einen Patienten, der sitzt, müssen Sie wahrscheinlich nicht absaugen, da er sein Sekret ausspucken oder schlucken kann. D. h., eine Absaugung des Mundrachenraums ist kaum erforderlich. Sollte er Bronchialschleim nicht abhusten können und dies zusätzlich ein großes Atemproblem verursachen, müssen Sie ihn absaugen.

    Einen sitzenden Patienten in dieser Situation endotracheal, also bis in die Luftröhre hinein abzusaugen, ist ein Kunststück. Der Patient wird nicht erlauben, dass Sie ihn hinlegen.

    Die Absaugung selbst (endotracheal) verschlimmert die Luftnot kurzzeitig und ist deshalb in der Situation nicht ungefährlich. Das bedeutet: Sie saugen nur ab, wenn Sie sich dadurch eine wirkliche Verbesserung der Atemsituation des Patienten versprechen.

    Ich habe gelesen, „Absaugung von Bronchialsekret nach ärztlicher Anordnung". Wenn ich mir diese Situation im Krankenhaus auf einer normalen Station vor Augen führe, würde ich den Patienten nur (endotracheal) absaugen, wenn ich es für richtig halte, und beim sitzenden Patienten geschieht das sehr selten. Da es technisch sehr schwierig ist, würde ich dem Arzt den Absaugkatheter in die Hand drücken.

    Anders ist die Situation im Alten- und Pflegeheim. Da haben Sie keinen Arzt, der neben Ihnen steht. Sie müssen selbst entscheiden und handeln. Nun ja, saugen Sie nur dann endotracheal ab, wenn es Erfolg versprechend ist und wenn Sie es beherrschen.

    Völlig anders ist die Situation, wenn es sich um die Absaugung des Mund- Rachenraumes beim liegenden Patienten mit schwerster Luftnot handelt, der z.B. an seinem eigenen Speichel, Schleim oder Erbrochenem zu ersticken droht. Da ist die Absaugung (auch wenn Sie darin technisch nicht so fit sind) vielleicht die lebensrettende Maßnahme. Ob Sie dafür eine ärztliche Anordnung benötigen? Kann sein, dass dies in einem Buch steht, doch ich kann ja nicht alle Bücher lesen.

  • Sauerstoffgabe


    Abb. 6: Akute Atemnot - Sauerstoffgabe, www.istockphoto.com, Senior woman with oxygen mask, Dateinr.: 9333289 © Özgür Donmaz

  • Wir haben ein Problem. Sauerstoff ist ein „Medikament"!

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Identnummer: 20091216

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