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Herzleistung und Herzzyklus


In Ruhe pumpt das Herz etwa 5 Liter pro Minute in den großen und kleinen Kreislauf. Diese Auswurfleistung von 5 Litern pro Minute kann unter Belastung bis auf 25 Liter gesteigert werden.


Wenn von der Herzleistung gesprochen wird, von ihrer Schwäche, ihrem Versagen, fallen immer wieder einige Begriffe, die Sie kennen sollten.


  • Herzfrequenz ist die Zahl der Herzschläge pro Minute, normalerweise schlägt das Herz in Ruhe 70-mal pro Minute.
  • Schlagvolumen. Mit jedem Herzschlag werden 70 - 80 ml Blut von der rechten Kammer in den kleinen Kreislauf und von der linken Kammer in den großen Kreislauf gepumpt.
  • Herzminutenvolumen. Synonyme sind Herzzeitvolumen, HZV oder HMV. Es ist das Volumen an Blut, das in einer Minute vom Herzen in den großen oder kleinen Kreislauf gepumpt wird. Also das Schlagvolumen multipliziert mit der Herzfrequenz.

Die Anpassung der Herzleistung an den aktuellen Bedarf geschieht über Sympathikus und Parasympathikus, also durch das autonome, nicht dem Willen unterworfene Nervensystem. Der Sympathikus steigert die Herzleistung, während der Parasympathikus die Herzleistung eher vermindert.


Die Wirkungen des autonomen Nervensystems auf das Herz werden wie folgt unterschieden:


  • Chronotropie, so werden Auswirkungen auf die Herzfrequenz bezeichnet. Aktivitäten des Sympathikus, z.B. über die Adrenalin-Ausschüttung, steigern die Herzfrequenz. Der Sympathikus hat also eine positiv chronotrope Wirkung auf das Herz.
  • Dromotropie sind Auswirkungen auf die Erregungsleistung, also sie zu verbessern oder zu hemmen.
  • Als Inotropie bezeichnet man Wirkungen auf die Kontraktionskraft des Herzen.

Der Herzzyklus


Die Kontraktionen von Kammern und Vorhöfen sind zeitversetzt. In Systole, das heißt die Anspannungs- und Auswurfphase der Kammer, sind die Vorhöfe erschlafft. Entsprechend kontrahieren sich die Vorhöfe, wenn die Kammern erschlaffen.


  • Anspannungsphase.

    Physiologie Herz, Anspannungsphase

    Abb. 24: Das Herz - Anspannungsphase © Andreas Heimann-Heinevetter

    Die Anspannungsphase der Kammer gehört zur Kammersystole. Die Herzkammern haben sich mit Blut aus den Vorhöfen gefüllt, die Muskulatur der Herzkammern spannt sich an und alle Klappen sind geschlossen.

  • Austreibungsphase.

    Physiologie Herz, Austreibungsphase

    Abb. 25: Das Herz - Austreibungsphase © Andreas Heimann-Heinevetter

    Der Druck in den Herzkammern ist so weit angestiegen, dass er den Druck in der Aorta und der Pulmonal-Arterie übersteigt. Die Taschenklappen öffnen sich, Blut wird in den großen und kleinen Kreislauf gepresst. Die Segelklappen sind weiterhin geschlossen. Gleichzeitig wird durch die Kontraktionen der Kammern die Ventilebene zur Herzspitze gezogen.

    Physiologie Herz, Verschiebung der Ventilebene

    Abb.26: Das Herz - Ventilebene © Andreas Heimann-Heinevetter

    Dadurch vergrößern sich die Vorhöfe und füllen sich mit venösem Blut. Die Austreibungsphase gehört ebenfalls zur Kammersystole.

  • Füllungsphase.
    Physiologie Herz, Füllungsphase

    Abb. 27: Das Herz - Füllungsphase © Andreas Heimann-Heinevetter

    Nach der Austreibungsphase fällt der Druck in den Kammern rapide ab, die Taschenklappen schließen sich. Die Muskulatur der Kammern erschlafft und die Kammern vergrößern sich. Schließlich sinkt der Druck in den Kammern unter den in den Vorhöfen, die Segelklappen öffnen sich. Blut strömt aus den Vorhöfen in die Kammern. Gleichzeitig kontrahiert sich die Vorhofmuskulatur. Die Kontraktion der Vorhöfe hat nur einen geringen Anteil an der Füllung der Kammern. Maßgeblich sind die Verschiebung der Ventilebene nach oben und die Volumenzunahme des Innenraums der Kammern. Die Füllungsphase der Kammern stellt die Kammerdiastole dar.

Im allgemeinen Sprachgebrauch beziehen sich die Begriffe Systole und Diastole auf den Zustand der Herzkammer.


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