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Einführung: Krankenbeobachtung Puls (Teil 2), Techniken und Bewertung
Ziele des Kurses
Puls - Definition
Puls - Messmethoden
Puls - wo wird getastet?
Periphere Taststellen des Pulses
Zentrale Taststellen des Pulses
Wann muss der Puls zentral getastet werden?
Kriterien der Beobachtung, Normwerte
Physiologische Veränderungen des Pulses
Erregungsbildung und Erregungsleitung
Verlangsamter Herzschlag - Bradykardie
Beschleunigter Herzschlag - Tachykardie
Veränderungen der Pulsqualität
Übelste Veränderungen des Pulses - NOTFALL!
Tipps, Tricks, Fehlerquellen und Mythen
Zusammenfassung
Bildnachweise, Literatur und Links
Ausblick
Kontrollfragen zum Kurs (Im Demo deaktiviert)
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Zentrale Taststellen des Pulses


Zentraler Puls - was ist das überhaupt? Am besten wäre es, den zentralen Puls an der Aorta zu tasten, doch das wird Ihnen nicht gelingen, weil die Aorta zu „tief“ im Köper liegt und damit gut geschützt ist. Es gibt zwei Stellen, die in direkter Fortführung, also in direkter Nachbarschaft zur Aorta liegen und wo sich der Puls gut tasten lässt. Es sind die Halsschlagader und die Beinschlagader. Da diese Arterien die Druckwellen des Herzens recht unverfälscht wiedergeben, kann man dort den zentralen Puls (der Herzaktion entsprechend, so würde ich es sinngemäß übersetzen) tasten. Extraschläge (Rhythmusstörungen - Extrasystolen) des Herzens kommen an diesen Tastpunkten meistens noch fühlbar an.


Arteria carotis communis: Die Halsschlagader ist die bevorzugte Stelle, um den zentralen Puls zu tasten. Der Tastpunkt ist recht leicht zu finden:


  1. Tasten Sie den Adamsapfel.
  2. Lassen Sie nun die Fingerspitzen an der Seite des Halses in die Mulde vor dem Kopfnickermuskel (Musculus sternocleidomastoideus) rutschen.
  3. Entlang des Muskels verschieben Sie nun Ihre Fingerspitzen 2 - 3 cm kopfwärts. Nun müssten Sie die Halsschlagader gut tasten können.


Abb. 18: Adamsapfel © Andreas Heimann-Heinevetter



Abb. 19: Kopfnickermuskel - (Musculus sternocleidomastoideus)  © Andreas Heimann-Heinevetter



Abb. 20: Tastpunkt Arteria carotis communis © Andreas Heimann-Heinevetter



Abb. 21: Puls Arteria carotis communis © Andreas Heimann-Heinevetter

Es gibt drei wichtige Punkte, die Sie in Bezug auf das Pulstasten an der Halsschlagader beachten müssen:


  • Sie müssen es beherrschen. In einer Notfallsituation tasten Sie den Puls in aller Regel an dieser Stelle. Wenn Sie da dann keinen Puls tasten, müssen Sie Ihren Fingerspitzen „glauben“ können. Kein Puls bedeutet, Wiederbelebung einleiten! Deshalb üben Sie, den Puls an der Halsschlagader zu tasten, nicht nur bei sich selbst, sondern auch bei Freunden und Bekannten. Meinetwegen machen Sie ein Begrüßungsritual daraus.
  • Die Halsschlagader wird getastet und nicht gedrückt. Warum? In der Halsschlagader befinden sich Druckrezeptoren (Barorezeptoren). Drücken oder massieren Sie nun diese Rezeptoren, melden diese einen falschen hohen Wert an das Kreislaufregulationszentrum. In der Folge wird gegengesteuert, schlimmstenfalls bis zu einem Herzstillstand!
  • Nach einer OP an der Halsschlager (Sie erkennen das an einer Narbe an der Halsseite) können Sie den Puls an der operierten Seite kaum oder gar nicht tasten. Tasten Sie dann den Puls auf der anderen Seite. Sind beide Seiten betroffen, so weichen Sie auf die Arteria femoralis aus.

Arteria femoralis: Die Oberschenkelschlagader ist die zweite Stelle, wo der zentrale Puls gut getastet werden kann. Auch das sollten Sie beherrschen.



Abb. 22: Tastpunkt Arteria femoralis © Andreas Heimann-Heinevetter


Sie tasten den Puls in der Tiefe. Versuchen Sie es einmal. Den Puls in der Leiste zu tasten, finde ich etwas schwieriger als den Puls an der Halsschlagader zu tasten. Trotzdem sollten Sie das üben. Möglichkeiten hierzu sind Freund oder Freundin (Partnerübung). Sie können eine Patienten auch einfach ansprechen und ihm erklären, dass Sie das üben möchten und ihn fragen, ob er damit einverstanden ist, dass Sie den Puls einmal in der Leiste tasten.


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Identnummer: 20091216

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