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Einführung: Krankenbeobachtung Puls (Teil 1), die Grundlagen - Arterien und Venen
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Arterien und Venen - der wesentliche Unterschied
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Arterien und Venen
Anatomie der Arterien
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Anatomie der Arterien


Im Körperkreislauf sind Arterien die Gefäße, die sauerstoffreiches Blut vom Herzen in den Körper leiten. Sie verbinden die nährstoff- und sauerstoffhungrigen Zellen des Körpers mit dem Herzen. In den Arterien befinden sich 15 bis 20% des Blutvolumens (unterschiedliche Angaben in der Literatur), und in den Arterien herrscht ein höherer Druck.


So sieht eine Arterie aus:



Abb. 9: Feine Arterie im Schnitt (mikroskopisch), www.istockphoto.com, Artery and Vein, Dateinr.: 11708381 © Karl Dolenc


Deutlich zu erkennen ist, dass es im Wesentlichen drei Schichten sind.


Innen befindet sich die Tunica interna (sie wird auch als „Interna” oder Tunica intima, kurz als Intima bezeichnet). Es sind sehr flache Zellen (Plattenepithel); sie bilden das sogenannte Gefäßendothel. Das ist die Schicht, die in direktem Kontakt mit dem Blut steht. Die Innenhaut der Arterien ist sehr glatt. Die Endothelschicht ist sehr dünn.

Die mittlere Schicht, auf dem Bild deutlich zu erkennen, ist die Tunica media (kurz Media), die Muskelschicht der Arterien. Sie besteht aus glatter Muskulatur, die mit feinen Bindegewebsfasern durchsetzt ist. Sie ist dafür verantwortlich, dass sich das Lumen (der Innendurchmesser, durch den das Blut fließen kann) der Arterien aktiv, jedoch nicht vom Willen beeinflussbar, verändern kann, z.B., dass sich die Arterien „eng” stellen.

Die äußerste Schicht der Arterien ist - Sie ahnen es schon - die Tunica externa (kurz Externa genannt). Sie besteht aus Bindegewebe und elastischen Fasern. Denken Sie mal an den Puls. Hier weitet sich die Arterie durch den Blutstrom, so dass elastische Fasern echt sinnvoll sind. Bei großen Arterien befinden sich in der Externa kleine Gefäße und feine Nerven, um die Arterie selbst zu versorgen. Sie werden Vasa vasorum genannt.



Abb. 10: Schematischer Aufbau der Arterienwand © Andreas Heimann-Heinevetter


Grundsätzlich werden zwei Typen von Arterien unterschieden: die Arterien vom elastischen Typ und die Arterien vom muskulären Typ. Diese Unterschiede ergeben sich aus der unterschiedlichen Funktion der Arterientypen.


Arterien vom elastischen Typ


Bei den herznahen großen Arterien handelt es sich um Arterien vom elastischen Typ, in der Media sind vermehrt elastische Fasern eingebaut. Hierbei hat es folgende Bewandtnis:

Kontrahiert sich das Herz in der Systole, so wird in kurzer Zeit eine große Menge Blut in die Arterien gedrückt. Die elastischen Arterien werden gedehnt und nehmen das Blut auf. In der Diastole ziehen sich diese Arterien wieder zusammen, und das in ihnen befindliche Blut wird in den Kreislauf gedrückt. So wird sichergestellt, dass sowohl in der Systole als auch in der Diastole ein kontinuierlicher Blutfluss vorhanden ist. Diese Funktion der großen Arterien wird als Windkesselfunktion bezeichnet. Ohne die Windkesselfunktion der großen elastischen Arterien wäre der Blutfluss ein „Stop and go”.

Die Druckwelle beim Auswurf des Blutes in die Arterien pflanzt sich als Pulswelle bis in kleinere Arterien fort.


Arterien vom muskulären Typ


Diese Arterien befinden sich in den peripheren Gefäßen, es sind kleine bis sehr kleine Arterien; in der Media überwiegen die glatten Muskelzellen. Kommt es zur Kontraktion der glatten Muskulatur, so verkleinert sich der Innendurchmesser, das Lumen dieser Arterien. Entsprechend steigen der Widerstand für den Blutfluss und damit der Blutdruck. Diese Arterien werden auch Widerstandgefäße genannt.


Arteriolen bilden das Bindeglied zwischen den feinen Arterien und den Kapillaren. Sie zählen ebenfalls zu den Widerstandsgefäßen. Kontrahiert sich bei ihnen die Schicht der glatten Muskulatur, wird das nachfolgende Kapillargebiet schlechter durchblutet. Erweitern sie sich, so verbessert sich die Durchblutung. Einige Beispiele:


  • Sie erinnern sich: In der Phase des Fieberanstiegs sinkt die Hautdurchblutung. In dieser Situation ist die glatte Muskulatur der Arteriolen kontrahiert.
  • In der Phase der Fieberhöhe ist die Haut warm. Die Arteriolen sind erweitert.
  • Eine lokale Entzündung ruft Rötung und lokale Erwärmung hervor, auch hier sind die Arteriolen erweitert.
  • Zentralisation und Schock. Die Arteriolen und die Arterien muskulären Typs verengen sich in den Extremitäten, und die Durchblutung wird auf wichtige Körperbereiche reduziert.


Zur Lage der Arterien gibt es noch etwas Grundsätzliches zu erwähnen: Sie liegen meist in der Tiefe und verlaufen an der Innenseite der Extremitäten. Der Grund hierfür ist sehr einfach. Stellen Sie sich vor, die Arteria poplitea würde nicht durch die Kniekehle, sondern über die Kniescheibe verlaufen. Sie wären wahrscheinlich schon in früher Kindheit verblutet, wenn Sie sich als Kind die Knie aufgeschlagen hätten.


Doch es gibt nicht nur die Arterien. Die Venen führen das Blut zurück zum Herzen. Wie sind sie aufgebaut?


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Identnummer: 20091216

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