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Einführung: Körpertemperatur, Fieber - Pflege bei Fieber
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Allgemeine Maßnahmen bei Fieber
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Allgemeine Maßnahmen bei Fieber


Haben Sie einen fiebernden Patienten, gibt es allgemeine Maßnahmen, die Sie durchführen bzw. Dinge, auf die Sie achten sollten.


Grundsätzlich stehen zwei Pflegeziele im Vordergrund:


  1. Der Patient soll das Fieber ohne Komplikationen überstehen.
  2. Der Patient soll ohne Komplikationen (möglichst natürlich) entfiebern.

Es gibt noch ein weiteres Ziel, das sowohl einen pflegerischen als auch ärztlichen Zweck hat. Die Ursache für das Fieber sollte identifiziert und gegebenenfalls behandelt werden.


Wichtig: Fieber schwächt den Patienten. Je nach Grunderkrankungen oder Begleiterkrankungen und je nach Fieberhöhe und Fieberdauer kann es für einen Patienten sehr gefährlich werden. Behalten Sie das immer im Hinterkopf.


Maßnahmen:


Verschaffen Sie sich einen Überblick:


  • Seit wann hat der Patient Fieber?
  • Wie ist es angestiegen (Schüttelfrost, schnell, langsam)?
  • Hatte der Patient schon vor Kurzem Fieber? Ist das der Fall, könnte es ein Rückfall sein. Denken Sie einmal an die typischen Fieberverläufe aus dem vorangegangenen Kurs.
  • Welche Beschwerden hat der Patient? Fragen Sie ihn, wie er sich fühlt, ob er Schmerzen hat, friert oder ob ihm heiß ist. Schwitzt der Patient? Husten, Schnupfen, Halsweh?
  • Wie wichtig das sein kann, zeigen zwei kleine Beispiele.

    Nachmittags stellen Sie fest, dass einer Ihrer Bewohner im Alten- und Pflegeheim 38,3° C Fieber hat (im Ohr gemessen). Es geht ihm insgesamt recht gut, es ist ein rüstiger Bewohner. Sie stellen einige Fragen. Der Bewohner ist zwar nicht erkältet, aber er erzählt Ihnen, dass er sich vor ein paar Tagen an der Hüfte gestoßen hat. Ihnen fällt ein, dass der Bewohner blutverdünnende Medikamente bekommt. Sie schauen sich die Hüfte an und entdecken einen ausgedehnten Bluterguss. Dies könnte die Ursache des Fiebers sein - Resorptionsfieber.

    Immer noch der Arbeitsplatz Alten- und Pflegeheim. Diesmal ist es die ältere Dame, die Sie schon aus einem anderen Kurs kennen. Schon seit ein paar Tagen laboriert sie mit einer Erkältung herum. Kurz vor dem Abendessen schellt sie und sagt Ihnen, dass sie sich nicht gut fühle. Sie wolle auf dem Zimmer bleiben und nur etwas Tee, außerdem habe sie wahrscheinlich Fieber. Sie machen sich auf den Weg und holen das Ohrthermometer. Es könnte Fieber in Zusammenhang mit einem grippalen Infekt sein. 39,2 °C! Die Bewohnerin hat hohes Fieber. Sie bieten ihr an, sich jetzt schon ins Bett zu legen. Dankend nimmt sie das Angebot an. Da sie deutlich geschwächt ist, helfen Sie ihr beim Auskleiden. „Seien Sie vorsichtig mit meinem linken Bein. Vor ein paar Tagen hat mich eine Biene am Knöchel gestochen und es tut immer noch weh!" Schon bevor Sie die Strumpfhose herunterziehen, sehen und fühlen Sie das Problem. Der gesamte linke Unterschenkel ist bis zum Knie geschwollen und fühlt sich heiß an. Als Sie die Strumpfhose über den Knöchel ziehen, zuckt die Bewohnerin: „Da tut es weh!". Vom Fuß bis über das Knie ist das gesamte Bein gerötet. Nun, ich denke, da liegt der Grund für das Fieber. Eine „fette" Wundinfektion. Natürlich verständigen Sie noch am selben Tag den Arzt, er muss kommen!
    An den Beispielen sehen Sie, dass Nachfragen hilft.
  • Gibt es psychische Veränderungen des Patienten? Denken Sie an Fieberträume, Fieberdelir oder Entzugserscheinungen (plötzlicher Krankenhausaufenthalt bei einer unbekannten Suchterkrankung) als Ursache von Fieber.
  • Messen Sie die Körpertemperatur sowie den Puls und Blutdruck, um die Kreislaufsituation einzuschätzen. Kontrollieren Sie gerade am Anfang häufiger, um einen Trend zu erkennen.
  • Schauen Sie sich die Haut, Lippen und Zunge an. Bei Fieber ist der Flüssigkeitsbedarf erhöht. Stehende Hautfalten, schlecht gefüllte Venen, trockene Lippen und ein trockener Mund weisen auf einen Flüssigkeitsmangel hin.

Dokumentieren Sie die Messwerte und Ihre Beobachtungen. Bei Fieber über 39,0° C informieren Sie den Arzt direkt. Je nach Zustand des Patienten informieren Sie auch bei niedrigerem Fieber sofort den Arzt.


Für Sicherheit sorgen:


Schauen Sie öfter nach dem Patienten. Jemand, der hohes Fieber hat, ist schwach und je nach Höhe des Fiebers nicht mehr in der Lage, sich selbst zu melden. Nicht selten kommen Angst und Albträume hinzu. Kontrollieren Sie regelmäßig Temperatur, Puls und Blutdruck.


Für Ruhe sorgen:


Fiebernde brauchen Ruhe, selbst Kinder bleiben freiwillig im Bett. Sorgen Sie für Ruhe im Zimmer (kein TV oder Radio). Vermeiden Sie grelles Licht. Auch Besuch kann für den Patienten sehr belastend sein. Das bedeutet nicht, dass der Patient Besuchsverbot hätte. Aber viele Besucher – nein, das muss jetzt nicht sein. Bitten Sie Mitpatienten auf demselben Zimmer um entsprechende Rücksichtnahme.


Erleichtern der Situation:


Helfen Sie dem Patienten, dass er bequem liegt, und gehen Sie auf seine Wünsche ein. Bieten Sie das an! Das hört sich banal an, doch wenn Sie über längere Zeit Fieber haben, sind Sie so „erschossen", dass Sie selbst nicht danach fragen. Kleine Teilwaschungen- Gesicht und Hände- sind eine Wohltat für einen Fiebernden, ebenso wie frische Bettwäsche oder ein neuer Schlafanzug. Lüften Sie das Zimmer gelegentlich (kein Durchzug, Fiebernde schwitzen oft).


Trinken:


Fieber bedeutet, dass der Patient einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf hat. Bieten Sie ihm zu trinken an (was er mag!). Faustregel: pro Grad Temperaturerhöhung (Tagesdurchschnitt) 1 Liter. Schwitzt der Patient stark, ist es sicher noch etwas mehr. Wie können Sie herausfinden, ob Ihr Patient genug trinkt? Achten Sie auf die Urinausscheidung (bei Nierengesunden), das ist die einfachste Methode. Liegt die Urinausscheidung unter einem Liter pro Tag, trinkt der Patient sicher zu wenig. Ist der Urin konzentriert (kräftiges Gelb, bis ins Orange, fast ins Bräunliche gehend), dann trinkt der Patient zu wenig. Ist der Urin hellgelb, trinkt er ausreichend.


Ursache suchen:


Nun, das ist zwar eine Aufgabe des Arztes, aber ebenso auch Ihre Aufgabe. Ich würde mal sagen, das macht man im kollegialen Dialog (denken Sie mal an die Beispiele oben). Dem Thema Diagnostik widmet sich eine Seite dieses Kurses. Doch Sie sind nahe beim Patienten. Das, was Sie beobachten, (Informationen, die der Patient Ihnen gibt, Schmerzen, plötzliche Beeinträchtigungen, Hautauffälligkeiten, Uringeruch, Auswurf usw.) sind wichtige Informationen. Kommunizieren Sie diese Beobachtungen mit dem Arzt.


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Identnummer: 20091216

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