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Einführung: Körpertemperatur, Fieber - Ursachen, Fieberphasen, Fieberverläufe
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Fieberphasen
Häufige Fieberverläufe
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Häufige Fieberverläufe


Fieber hat über einen längeren Zeitraum betrachtet unterschiedliche Verläufe. Mit diesen Fieberverläufen hatte ich in meiner beruflichen Praxis zwar oft zu tun, sie jedoch nur selten bewusst erlebt. Vielleicht geht es Ihnen ja anders.


Kontinuierliches Fieber



Abb. 3: Kontinuierliches Fieber © Andreas Heimann-Heinevetter

Bei dieser Form ist die Temperatur über mehrere Tage gleich hoch. Die Schwankungen am Tage betragen maximal 1,0° C und die Fieberhöhe liegt etwa bei 38,0 bis 39,0° C. Ursachen für kontinuierliches Fieber sind z.B.:


  • Brucellose (Maltafieber) ist eine Infektionskrankheit, die von Tieren auf Menschen übertragen wird.
  • Fleckfieber - eine Infektion mit Mikroorganismen (Rickettsien). Läuse, Milben, Zecken oder Flöhe übertragen diese Mikroorganismen.
  • Infektiöse Endokarditis ist eine Entzündung der inneren Häute des Herzens, häufig sind auch die Herzklappen betroffen.
  • Typhus abdominalis ist eine schwere Infektionskrankheit in Verbindung mit Durchfällen, hervorgerufen durch Salmonellen.
  • Pneumonien - Lungenentzündungen sind Entzündungen des Lungengewebes, ausgelöst durch Bakterien, Viren, Pilze aber auch durch Allergien (seltener), chemische oder physikalische Reize. Die Lungenentzündung ist in den Industrieländern die häufigste Todesursache.
  • Scharlach - im Allgemeinen handelt es sich dabei um eine Entzündung des Rachens durch das Bakterium Streptokokkus pyogenes (Ein Aha-Effekt - pyrogen, war das nicht Feuer, Fieber?). Dieser Erreger kann aber auch ein Erysipel (Wundrose) oder eine Wundinfektion verursachen.


Remittierendes Fieber



Abb. 4: Remittierendes Fieber © Andreas Heimann-Heinevetter

Beim remittierenden Fieber liegen die Schwankungen der Temperatur bei bis zu 1,5° C, abends ist die Temperatur höher als morgens. Dieser Fieberverlauf findet sich beispielsweise bei:


  • Pyelonephritis - eine Entzündung des Nierenbeckens.
  • Influenza - die Virusgrippe.
  • Lokalen Infektionen wie Mittelohrentzündung, Mandelentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung oder Lungenentzündung.

Intermittierendes Fieber



Abb. 5: Intermittierendes Fieber © Andreas Heimann-Heinevetter

Bei intermittierendem Fieber liegen die Temperaturschwankungen über 1,5° C am Tag. Fieberfreie Zeiträume und hohes Fieber wechseln einander ab. Der Fieberanstieg ist schnell und nicht selten verbunden mit Schüttelfrost. Intermittierendes Fieber tritt zum Beispiel auf bei:


  • Abszessen
  • Sepsis - sehr schwerer Verlauf einer Infektion. Hierbei werden Krankheitserreger mit dem Blut im Körper verteilt. Früher wurde die Sepsis als Blutvergiftung bezeichnet.

Rekurrierendes Fieber (Rückfallfieber, periodisches Fieber, Relaps-Fieber)



Abb. 6: Rekurrierendes Fieber © Andreas Heimann-Heinevetter

Charakteristisch sind hierbei Fieberschübe über mehrere Tage, die sich mit fieberfreien Intervallen abwechseln (2-15 Tage kein Fieber). Anzutreffen ist das rekurrierende Fieber z.B. bei:


  • Malaria - eine klassische Tropenkrankheit, die durch die Anopheles-Mücke übertragen wird.
  • Brucellose (siehe oben)
  • Cholezystitis - Gallenblasenentzündung
  • Cholangitis - Gallengangsentzündung

Undulierendes Fieber



Abb. 7: Undulierendes Fieber © Andreas Heimann-Heinevetter

Dieser Fieberverlauf ist wellenförmig. Das Fieber steigt langsam an, und hierauf folgt einige Tage hohes Fieber. Danach sinkt das Fieber und einige fieberfreie Tage schließen sich an. Dieser Zyklus wiederholt sich. Undulierendes Fieber findet man z.B. bei:


  • Morbus Hodgin - eine Krebserkrankung des lymphatischen Systems.
  • Tumoren
  • Brucellose (siehe oben)

Biphasisches Fieber



Abb. 8: Biphasisches Fieber © Andreas Heimann-Heinevetter

Das Fieber verläuft in zwei Phasen. Die erste Phase ist relativ kurz mit mäßigem bis hohem Fieber. Danach folgt ein fieberfreies Intervall. Anschließend kommt es zu einem erneuten Fieberanstieg, der länger als die erste Fieberphase anhält, jedoch mit ähnlichen Temperaturen. Biphasisches Fieber finden Sie häufiger bei Virusinfektionen wie z.B.:


  • Masern
  • Hepatitis - eine durch Viren ausgelöste Entzündung der Leber.

Einige Erkrankungen, wie z.B. Lungenentzündung, können je nach Grundlage unterschiedliche Fieberverläufe auslösen. In der klinischen Praxis werden Sie diese Fieberverläufe eher seltener beobachten. Warum? Nun, hat ein Patient Fieber, legen Sie die Hände ja nicht in den Schoß. Es wird nach einer Ursache gesucht und ggf. wird eine entsprechende Behandlung eingeleitet. Außerdem werden gerade bei länger anhaltendem Fieber Maßnahmen zur Fiebersenkung ergriffen.


Schnitt! Bis hierhin die Theorie, wenig Pflege. Die Pflege bei Fieber, physikalische Maßnahmen und Medikamente sind die Themen des nächsten Kurses.


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