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Einführung - Physiologie der Niere (1)
Ziele des Kurses
Funktionsprinzip der Nieren
Transportvorgänge im Nierenkörperchen und im Tubulussystem
Filtration
Niere – Diffusion
Niere – Osmose
Osmolarität, hypertone und hypotone Lösungen
Resorption und Sekretion
Osmolarität im Tubulussystem und dem umgebenden Gewebe
Rückgewinnung von Natrium, Chlor und Wasser im Tubulussystem
Rückgewinnung von Kalium im Tubulussystem der Niere
Rückgewinnung von Kalzium im Tubulussystem der Niere
Rückgewinnung von Magnesium im Tubulussystem der Niere
Rückgewinnung von Phosphat im Tubulussystem der Niere
Fachbegriffe einfach erklärt
Bildnachweise, Literatur und Links
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Rückgewinnung von Kalium im Tubulussystem der Niere


Kalium erfüllt im Körper eine wichtige Aufgabe. Ein normaler Kaliumwert des Blutes (3,6 bis 4,8 mmol/l) ist Voraussetzung für eine normale Herztätigkeit. Veränderungen des Kaliumwertes im Sinne eines Mangels (Hypokaliämie) oder eines Überschusses (Hyperkaliämie) im Blut führen zu Herzrhythmusstörungen, schlimmstenfalls zum Kammerflimmern oder zum Herzstillstand.


Allgemeinsymptome einer Hypokaliämie sind wieder eine Art Muskelschwäche, dazu eine Schwäche der glatten Muskulatur, z.B. Obstipation bis hin zum paralytischen Ileus (ein Darmverschluss, der seine Ursache in der Lähmung des Darms hat).


Die Allgemeinsymptome einer Hyperkaliämie sind Muskelschwäche und Parästhesien (Missempfinden, wie z.B. Kribbeln der Arme und Beine oder das Gefühl, eine „pelzige“ Zunge zu haben).


Wichtig in diesem Zusammenhang: Die Kaliumausscheidung erfolgt zu mehr als 90% über die Niere. Das bedeutet, wenn die Nieren versagen, steigt der Kaliumwert gnadenlos an!



Abb. 18: Transport von Kalium im Tubulussystem der Niere © Andreas Heimann-Heinevetter

Mit dem Ultrafiltrat gelangen die positiv geladenen Kaliumionen (K+) in den Primärharn. Im Tubulussystem des Nephrons wird der Großteil des filtrierten Kaliums zurückresorbiert.


Im proximalen Tubulus werden 60-70% des Kaliums zurückgewonnen. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um einen aktiven Transportvorgang, sondern um einen Transport mittels „Solvent Drag“, das bedeutet, die Kaliumionen werden einfach mit dem Wasser, das an dieser Stelle ins Gewebe zurückströmt, mit geschwemmt.


Im aufsteigenden Schenkel der Henle-Schleife werden noch einmal etwa 30% des ursprünglich filtrierten Kaliums zurückgewonnen.


Nur 5-15% des ursprünglich filtrierten Kaliums erreichen den distalen Tubulus. Im Tubulus selbst wird nun weiter Kalium zurückgewonnen oder es wird aktiv in den Primärharn abgegeben. Eine wesentliche Rolle spielt an dieser Stelle das Hormon Aldosteron. Es wird z.B. bei einem zu niedrigen Blutdruck ausgeschüttet. Aldosteron wirkt am distalen Tubulus und es führt zu einer vermehrten Natriumrückresorption im Austausch mit Kalium. Wird Natrium zurückresorbiert, folgt Wasser, der Blutdruck steigt, aber im Austausch wird Kalium vermehrt ausgeschieden.


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