Startseite Nachrichten Lesezeichen Kommentare Logout
  Registrieren
Seiten der Lektion
Einführung: Krankenbeobachtung Puls (Teil 2), Techniken und Bewertung
Ziele des Kurses
Puls - Definition
Puls - Messmethoden
Puls - wo wird getastet?
Periphere Taststellen des Pulses
Zentrale Taststellen des Pulses
Wann muss der Puls zentral getastet werden?
Kriterien der Beobachtung, Normwerte
Physiologische Veränderungen des Pulses
Erregungsbildung und Erregungsleitung
Verlangsamter Herzschlag - Bradykardie
Beschleunigter Herzschlag - Tachykardie
Veränderungen der Pulsqualität
Übelste Veränderungen des Pulses - NOTFALL!
Tipps, Tricks, Fehlerquellen und Mythen
Zusammenfassung
Bildnachweise, Literatur und Links
Ausblick
Kontrollfragen zum Kurs (Im Demo deaktiviert)
Anzeigen
ALLE KURSE

Puls - Definition


Der Puls - was ist das überhaupt? Vielleicht sagen Sie jetzt: „Ist doch klar, der Herzschlag.“ Das ist leider nicht ganz richtig. Der Herzschlag ist die Ursache des Pulses, aber nicht der Puls selbst. Oder schlägt Ihr Herz am Handgelenk?


Das Wort Puls selbst ist lateinischen Ursprungs: pulsus = Schlag, Stoß.


Als Puls bezeichnet man die mechanischen (rhythmischen) Auswirkungen der Herzaktion auf die direkte Umgebung oder die durch Gefäße in die Peripherie weitergeleitet werden. STOP!


Diese Definition (ich habe sie schon vereinfacht) ist zwar richtig, doch ich finde sie insgesamt recht unverständlich, deshalb das Ganze einmal im Detail.


Puls 1:


Wenn das Herz schlägt, ist das keine Muskelkontraktion der langsamen und soften Art. Die Kontraktion des Herzmuskels ist zwar sehr genau koordiniert, trotzdem wirkt sie insgesamt eher „ruppip“. Allein durch die Kontraktion des Herzens wackelt es, pulst es im Brustkorb. Bei jemandem, der entspannt auf dem Rücken liegt, können Sie dieses „Wackeln“ deutlich an der Bauchdecke sehen.

Ähnlich, wenn auch deutlich ausgeprägter, ist ein Schluckauf. Hierbei kontrahiert sich das Zwerchfell ruckartig. In der Regel wackelt man bei einem Schluckauf.

Ich denke gerade an meine Jungs, die im Kinderzimmer toben, da wackelt dann auch schon mal der Boden. Ich werde sie in Zukunft auffordern, nicht so herum zu pulsen.


Puls 2:


Kontrahiert sich das Herz, presst es ruckartig ca. 70 ml Blut in die Aorta. Dadurch wird in den Arterien eine Druckwelle erzeugt, die sich sehr schnell vom Herzen in die Peripherie fortpflanzt.

Die Geschwindigkeit, mit der die Pulswelle durch den Körper rast, ist erheblich schnell. In der Aorta beträgt die Pulswellengeschwindigkeit etwa 4 bis 6 Meter pro Sekunde. Die kleineren Arterien sind weniger elastisch und kleiner. Hier steigt die Pulswellengeschwindigkeit auf 8 bis 12 Meter pro Sekunde an. Werden die Arterien im Alter unelastischer oder verkalken sie, erhöht sich die Pulswellengeschwindigkeit. Die Geschwindigkeit, mit der sich die Pulswelle ausbreitet, ist nicht die Geschwindigkeit des Blutstroms, denn sie ist deutlich geringer.

Diese Pulswelle tasten Sie, das ist der allgemeine Begriff von Puls. Die Pulswelle tasten Sie daher mit Verzögerung zum eigentlichen Herzschlag. Sie können das einfach überprüfen. Legen Sie eine Hand auf den Oberbauch des Patienten, dort, wo der Brustkorb endet. Sie können dort den „Puls 1“ tasten. Mit der anderen Hand tasten Sie den Puls an der Arteria radialis (ich nehme irgendwie an, das können Sie schon). Sie werden bemerken, dass die Druckwelle am Handgelenk etwas verzögert ankommt.


Puls 3:


Von der folgenden Art des Pulses wusste ich bis heute nichts. Gemeint ist der Venenpuls, den Sie nicht tasten können. Die Vena cava ist ja ohne trennende Klappe mit dem rechten Vorhof des Herzens verbunden. Die Drücke im rechten Vorhof liegen um 5 mmHg, sie schwanken jedoch bei jeder Herzaktion leicht. Diese Schwankung pflanzt sich als Minipulswelle in den Hohlvenen fort. Bei der ZVD-Messung können Sie das sehen, im Rhythmus des Herzschlags schwankt der ZVD ganz leicht.

Ich persönlich tue mich schwer, den Venenpuls als „echten“ Puls zu bezeichnen.


Drucken und kopieren der Seite ist nur für registrierte Benutzer möglich!

Sind die Qualitätsmanagementbeauftragter oder verantwortlich für die Personalentwicklung in einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung, lohnt sich die Umsetzung eines eigenen Lernmanagementsystems mit E-Learning Kursen


  Zur Anmeldung!


Mit Ihrer Anmeldung erhalten Sie Vollzugang zu allen 51 Kursen und den kommentierten 545 Kontrollfragen.

Für jeden erfolgreich bearbeiteten Kurs werden Fortbildungspunkte der "RbP – Registrierung beruflich Pflegender GmbH" ausgewiesen. Der 6-Monats-Zugang kostet einmalig 24,00 Euro (Pauschalbetrag), also umgerechnet 4,- € pro Monat!

Weitere Informationen zur Anmeldung!


Zurzeit finden Sie hier 51 Kurse zu folgenden Themen:

  • Grundlagen des Pflegeberufs (3 Kurse)
  • Organsysteme des Menschen (2 Kurse)
  • Grundlagen der Anatomie und Physiologie (5 Kurse)
  • Gesundheitspflege und Prävention (3 Kurse)
  • Ethik (1 Kurs)
  • Krankenbeobachtung Körpertemperatur (3 Kurse)
  • Krankenbeobachtung Puls (2 Kurse)
  • Krankenbeobachtung Blutdruck (4 Kurse)
  • Krankenbeobachtung Atmung (3 Kurse)
  • Pflege bei Störungen der Atmung (1 Kurs)
  • Notfall und Wiederbelebung (7 Kurse)
  • Das Ohr - Hören - Schwerhörigkeit (1 Kurs)
  • Nationale Expertenstandards - Einführung (1 Kurs)
  • Expertenstandard Schmerzmanagement in der Pflege (1 Kurs)
  • Expertenstandard Sturzprophylaxe in der Pflege (7 Kurse)
  • Expertenstandard Dekubitusprophylaxe in der Pflege (1 Kurs)
  • Expertenstandard Ernährungsmanagement zur Sicherstellung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege (2 Kurse)
  • Krankenbeobachtung Urinausscheidung (4 Kurse)

Zu allen 51 Kursen gibt es kostenlose Testzugänge

Sie enthalten rund 1/3 der Kursseiten im Volltext. Alle anderen Seiten werden teilweise dargestellt. Hierzu ist keine Anmeldung erforderlich! Testzugänge finden Sie hier.


Identnummer: 20091216

Sie möchten sich jetzt nicht anmelden? Kein Problem! Rufen Sie einfach weitere Testseiten dieses Kurses oder anderer Kurse auf.

Weitere kostenlose Informationen (Anschriften von Ausbildungsstätten, Prüfungsfragen, Facharbeiten sowie Informationen zur pflegerischen Aus- und Weiterbildung) finden Sie auf www.pflege-kurse.de

 

Druckvorschau

Zum Seitenanfang

 

 
Impressum
Copyright 2009 Andreas Heimann-Heinevetter