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Einführung: Krankenbeobachtung Blutdruck (Teil 4) - Hypertonie: Ursachen, Diagnose, Therapie, Prävention und Pflege
Ziele des Kurses
Symptom, Diagnostik, Krankheit - Diagnose Bluthochdruck
Diagnostik der Hypertonie
Sonderdruck - Morgenhochdruck - tageszeitliche Schwankungen
Hoher Blutdruck - Ursachen
Vorbeugen ist besser als Heilen - Risikofaktoren
Gefährlich hoher Blutdruck - Hypertone Krise, hypertensive Krise
Gefährlich hoher Blutdruck - hypertensiver Notfall, Symptome, Komplikationen
Hypertensiver Notfall - Therapie
Spätfolgen der Hypertonie
Behandlungsstrategie der Hypertonie
Nicht-medikamentöse Therapie
Medikamentöse Therapie
Bluthochdrucktherapie mit Diuretika
Bluthochdrucktherapie mit Beta-Blockern
Bluthochdrucktherapie mit ACE-Hemmern, Angiotensin-II-AT1-Rezeptor-Antagonisten
Bluthochdrucktherapie mit Kalziumantagonisten
Bluthochdrucktherapie - Reservemedikamente
Zusammenfassung
Fachbegriffe einfach erklärt
Bildnachweise, Literatur und Links
Ausblick
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Hypertensiver Notfall - Therapie


Was macht man, wenn man einen Patienten oder Bewohner im Altenheim mit extrem hohen Blutdruck und entsprechenden Symptomen hat, also einen Patienten, der das Bild eines hypertensiven Notfalls zeigt?


Therapie


Ziel der initialen Therapie ist es, den Blutdruck um 20 bis 25% des Ausgangswertes zu senken.


  • Verständigen Sie den Arzt. In der Klinik ist es der Stations- oder diensthabende Arzt.

  • Anders ist die Situation im Altenheim. Verlieren Sie keine Zeit mit einem Anruf beim Hausarzt oder ärztlichen Notdienst. Rufen Sie gleich den Rettungsdienst 112! Ein hypertensiver Notfall muss stationär behandelt werden.

  • Beruhigen Sie den Patienten, der Patient muss Bettruhe einhalten. Lagern Sie den Oberkörper etwa 30° erhöht.

    Sitzt der Patient auf der Bettkante und hat Atemnot und möchte sich nicht hinlegen, dann lassen Sie ihn auf der Bettkante sitzen. Durch die sitzende Haltung bekommt er besser Luft, und deshalb will er sich nicht hinlegen.

    Situation im Altenheim, der Bewohner sitzt im Aufenthaltsraum und hat dort seinen hypertensiven Notfall. Ansonsten eine ähnliche Situation, wie zuvor beschrieben: Der Bewohner sitzt und hat Luftnot und möchte sich nicht hinlegen. Es stellt sich die Frage: Ins Zimmer oder bleiben, wo man ist?

    Ich würde in so einer Situation mit dem Bewohner dort bleiben, weil:

    - der Rettungsdienst ist verständigt und auf dem Weg und in wenigen Minuten bei Ihnen. Denen ist es ziemlich gleichgültig, ob sie in einem Bewohnerzimmer oder im Aufenthaltsraum tätig werden.
    - jede zusätzliche Belastung für den Bewohner kann die Situation endgültig zum Kippen bringen. Aufstehen, Transfer in einen Rollstuhl, Transfer ins Bett usw.
    - der Bewohner sitzt in einem Rollstuhl. Mit einem Bewohner in diesem Zustand über den Flur zu jagen oder auf den Fahrstuhl zu warten, ich denke, das ist keine gute Idee.
    - anders als vielleicht im Krankenhaus haben Sie im Zimmer des Bewohners keine besseren Voraussetzungen, um die Situation des Bewohners zu verbessern, sondern eher schlechtere (räumliche Enge), falls es zu einer weiteren Verschlechterung des Zustandes kommt.

  • Engmaschige Kontrolle der Vitalzeichen (Blutdruck, Puls, Atmung, Bewusstsein)

  • Medikamentöse Behandlung (durch den Arzt bzw. mit Arztanordnung):

    Glyceroltrinitrat, besser bekannt als „Nitrospray oder Kapseln“. Handelsnahme ist z.B. Nitrolingual®. Appliziert wird es als Spray (sublingual) unter die Zunge oder als Kapsel, die im Mund zerbissen wird. Angewendet wird es bei Angina pectoris oder Lungenödem. Glyceroltrinitrat senkt die Vorlast des Herzens (das venöse System wird erweitert) sowie die Nachlast (die glatte Muskulatur der kleinen Arterien wird erweitert). Vorlast ist das Blutangebot des Herzens (also venös), die Nachlast ist der Widerstand der Arterien. Außerdem erweitert Glyceroltrinitrat die Herzkranzgefäße, also die Arterien, die den Herzmuskel selbst mit Blut versorgen.

    Schönes Medikament.

    Tipp, wenn Sie Nitrospray verwenden: Den ersten Hub des Sprays schicken Sie in den Raum, wo niemand steht. Wird das Spray länger nicht benutzt, so ist nicht selten ein Teil des Hubes über die Zeit verdunstet, das bedeutet, der Patient erhält nicht die erforderliche Dosis.

    Nitrendipin, z.B. Bayotensin® Phiole. Es senkt die Nachlast durch eine Erweiterung der Arterien und Arteriolen. Bayotensin® Phiolen werden ebenfalls sublingual verabreicht. Bei Angina pectoris soll Bayotensin nicht verabreicht werden.

    Furosemid, z.B. Lasix® intravenös, ist ein Diuretikum, das heißt eine harntreibende Substanz. 20 bis 40 mg intravenös bei Überwässerung bzw. drohendem Lungenödem. Hat der Patient oder Bewohner Luftnot, droht ein Lungenödem.

    Die bis jetzt genannten Medikamente sind eigentlich die Basismedikamente. Die nachfolgenden Medikamente (Sie sollten sie mal gehört haben) werden meistens i.v. (intravenös) verabreicht:

    Clonidin, Handelsname ist z.B. Catapresan®. Es senkt nicht nur den Blutdruck, sondern auch die Herzfrequenz.

    Dihydralazin, Handelsname z.B. Nepresol®. Es senkt den Blutdruck und steigert die Herzfrequenz.

    Urapidil, Handelsname Ebrantil®. Es senkt den Blutdruck, hat aber keine Auswirkungen auf die Herzfrequenz. Ein Medikament der Wahl beim hypertensiven Notfall.

  • Wenn der Patient/Bewohner unter akuter Luftnot leidet (wahrscheinlich ein beginnendes Lungenödem), würde ich ihm Sauerstoff geben (4 Liter pro Minute). Sie dürfen das eigentlich nicht, weil Sauerstoff ein Medikament ist (Arztanordnung erforderlich!!!), doch Sauerstoff ist bei einem Lungenödem nicht heilend, sondern eher lebensrettend. Der Gasaustausch ist durch das Wasser in der Lunge behindert; eine erhöhte Sauerstoffkonzentration führt in dieser Situation dazu, dass halbwegs ausreichend Sauerstoff ins Blut gelangt.

    Sofern Sie im Krankenhaus sind, stellen Sie sich darauf ein, dass der Patient intubiert (ein Atemschlauch zur künstlichen Beatmung wird eingeführt) und beatmet wird.

    Der Notfallwagen oder Notfallkoffer muss beim Patienten sein!!! Sie haben einen Notfall...

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