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Einführung: Krankenbeobachtung Atmung, Pflege bei Lungen- und Atemwegs-erkrankungen
Ziele des Kurses
Gefahr für die Atmung
Atemskala nach Bienstein
Leichte Störungen der Atmung, Selbsterfahrung
Gelegentliche Atemnot
Akute bzw. kontinuierliche Atemnot
Notfall akute Dyspnoe
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Gelegentliche Atemnot

Prädestiniert für diese Art der Atemnot sind zum Beispiel Asthmatiker oder Patienten, die eine Belastungsdyspnoe entwickeln.


Abb. 3: Pflege bei Störungen der Atmung, www.istockphoto.com, At Home, Dateinr.: 2966782 © Leigh Schindler

Der Asthmatiker kennt in der Regel seine Erkrankung, und er kennt die für ihn auslösenden Faktoren, wie z.B. körperliche Anstrengung, kaltes und nasses und nebliges Wetter, Tabakrauch, Parfüm oder Medikamente. Er wird versuchen, diesen Auslösern aus dem Weg zu gehen.

  • Bei schlechtem Wetter verlässt er die Wohnung nicht, d.h., der Besuch bei Freunden wird kurzfristig abgesagt.

  • Die Enkelkinder wollten mit dem Opa (Asthmatiker) Pilze suchen gehen, doch dieses Kraxeln im Wald… deshalb fällt das Pilze suchen aus.

  • Die Nachbarin, die immer hilfsbereit kleine Einkäufe erledigte, wurde normalerweise nach dem Einkauf zu einem kleinem Plausch und einer Tasse Kaffee hereingebeten. Doch dieses Parfüm, das sie jetzt trägt, ist für den Asthmatiker im wahrsten Sinne des Wortes „atemberaubend". Seit einiger Zeit kommt sie immer seltener und fragt, ob sie etwas aus der Stadt mitbringen soll.

  • Die Medikamente, die der Arzt das letzte Mal verordnet hat, helfen nicht. Im Gegenteil: Nach der Medikamenteneinnahme tritt stets mäßige Luftnot auf. Der Patient setzt also die neuen Medikamente ab und beschließt, den Hausarzt zu wechseln.

Eine andere Form der gelegentlichen Atemnot ist die Belastungsdyspnoe. Hierbei ist die körperliche Belastung auslösend für die Atemnot. Zuerst sind es vielleicht nur stärkere Belastungen wie Treppensteigen, die die Luftnot auslösen. Meist verschwindet die Luftnot nach der Belastung recht schnell.

Im weiteren Verlauf jedoch können auch kleine Belastungen wie das Gehen auf ebener Strecke im eigenen Tempo zur Luftnot führen. Der Betroffene überlegt sich dann sehr genau, ob er hinausgeht. Was passiert, wenn die Luftnot anhält?

Je nach Erkrankung und Fortschritt der Erkrankung können schon kleinste Belastungen wie das Anziehen, Sprechen oder Essen Luftnot auslösen.

Ich denke, diese Beispiele verdeutlichen, wie sehr Atemwegserkrankungen, auch wenn es „nur" eine zeitweise auftretende Luftnot ist, das Leben des Betroffenen verändern und einschränken. Nicht nur die körperliche Situation wird durch die Luftnot beeinflusst. Die soziale Situation verändert sich ebenso. Ganz zu schweigen von der seelischen Lage, das heißt die Angst, keine Luft zu bekommen und gegebenenfalls zu erkennen, dass die Luftnot immer öfter und heftiger auftritt.

Patienten, die unter wiederkehrender Luftnot leiden, verändern sich. Manchmal sind sie ungehalten und wirken mürrisch. Nicht selten sind sie Ihren pflegerischen Initiativen, vielleicht sogar Ihrer Person gegenüber, misstrauisch. Ich finde dieses Verhalten nicht verwunderlich. Denn Sie als Pflegekraft können, ohne es zu wollen und auch ohne der Grund zu sein, in den Augen des Patienten an der letzten Dyspnoe-Attacke Schuld haben.

„Heute Morgen ging es mir noch gut. Aber dann kam die Schwester, und seit dem Waschen bekomme ich kaum Luft. Warum musste sie auch unbedingt das Fenster schließen? Es muss ihr doch klar sein, dass ich immer frische Luft brauche."

Denken Sie daran, dass der Patient Luftnot hatte und nicht Sie - üben Sie solchen Äußerungen gegenüber schlichtweg Toleranz.

Allgemein gilt für diese Patienten oder Bewohner mit zeitweiliger Atemnot in besonderem Maße:

  • Pflegen Sie situations- und bedarfsgerecht!

  • Einem Patienten, der schon Luftnot hat, hilft es in dieser Situation in keiner Weise, im Bett oder vor dem Waschbecken gewaschen zu werden. Im Gegenteil: Die Situation wird sich eher verschlimmern. Verschieben Sie die morgendliche Grundpflege und informieren Sie den Arzt über den Zustand des Patienten. Ein wichtiger Punkt ist: Dokumentieren Sie es!

  • Der Patient oder Bewohner weiß häufig sehr gut und exakt, was ihm gut tut und was nicht. Hören Sie hin und versuchen Sie, diese Erfahrungen und Anregungen in Ihrer Pflege zu berücksichtigen.

  • Maß halten. Im nächsten Kurs werde ich Ihnen einige pflegerische Maßnahmen vorstellen, die bei Bewohnern oder Patienten, die unter Atemstörungen leiden, durchgeführt werden können. Hierbei gilt nicht: „Viel hilft viel", sondern das Richtige hilft. Wählen Sie mit dem Patienten die Maßnahmen aus, die ihm helfen.


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