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Einführung: Krankenbeobachtung Blutdruck (Teil 4) - Hypertonie: Ursachen, Diagnose, Therapie, Prävention und Pflege
Ziele des Kurses
Symptom, Diagnostik, Krankheit - Diagnose Bluthochdruck
Diagnostik der Hypertonie
Sonderdruck - Morgenhochdruck - tageszeitliche Schwankungen
Hoher Blutdruck - Ursachen
Vorbeugen ist besser als Heilen - Risikofaktoren
Gefährlich hoher Blutdruck - Hypertone Krise, hypertensive Krise
Gefährlich hoher Blutdruck - hypertensiver Notfall, Symptome, Komplikationen
Hypertensiver Notfall - Therapie
Spätfolgen der Hypertonie
Behandlungsstrategie der Hypertonie
Nicht-medikamentöse Therapie
Medikamentöse Therapie
Bluthochdrucktherapie mit Diuretika
Bluthochdrucktherapie mit Beta-Blockern
Bluthochdrucktherapie mit ACE-Hemmern, Angiotensin-II-AT1-Rezeptor-Antagonisten
Bluthochdrucktherapie mit Kalziumantagonisten
Bluthochdrucktherapie - Reservemedikamente
Zusammenfassung
Fachbegriffe einfach erklärt
Bildnachweise, Literatur und Links
Ausblick
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Gefährlich hoher Blutdruck - Hypertone Krise, hypertensive Krise


Hoher Blutdruck kann sich zu einem wirklichen Notfall auswachsen, wenn hohe Blutdruckwerte in Höhen steigen, die jenseits von Gut und Böse liegen. Jenseits von Gut und Böse bedeutet Blutdruckwerte z.B. von 250/125 mmHg oder höher, ggf. aber auch niedriger.


Der Begriff „hypertone Krise“ ist ein eher umgangssprachlicher Begriff im klinischen Bereich und meint einen außergewöhnlich hohen Blutdruck, der zu einem akuten Problem geworden ist oder binnen kurzer Zeit zu einem werden kann. Korrekt sind zwei Begriffe:


Hypertensive Krise


Hierunter versteht man sehr hohe Blutdruckwerte, die jedoch erstaunlicherweise (im Moment) keine Beschwerden bereiten. Dies bedeutet keinesfalls, dass Sie sich dann z.B. bei einem gemessenen Blutdruck von 240/110 mmHg zurücklehnen. Ein solcher Blutdruck hat das Zeug dazu, lebensgefährlich zu sein und binnen Minuten echte Probleme zu machen. Für Sie - egal, ob nun im Krankenhaus oder in der stationären oder ambulanten Altenpflege - bedeutet es, sofort den Arzt zu verständigen.


Nur so nebenbei: Was machen Sie denn, wenn der Patient Sie nun fragt, wie sein Blutdruck jetzt ist?


  • Antworten Sie: „Das darf ich Ihnen nicht sagen.“ Das ist von vielen schlechten Antworten die schlechteste - meiner Meinung nach. Ich als Patient würde noch einmal 20 mmHg drauflegen und Sie vor Wut angiften: „Wenn Sie mir das nicht sagen, dann dürfen Sie es nicht aufschreiben, schließlich ist es mein Blutdruck!“

  • Antworten Sie: „Ganz normal.“ Na ja, als Patient, der einen solchen Blutdruck entwickeln kann, da bin ich ja schon ein „erprobter“ Hypertoniker, d.h., ich weiß ganz genau, dass mein Blutdruck nicht normal ist, ich spüre es. Meine Antwort als Patient wäre: „Na, dann geben Sie diesen normalen Blutdruck mal an den entsprechenden Arzt weiter.“

  • Antworten Sie: „Ein bisschen zu hoch.“ Die zweitschlechteste Antwort - oder vielleicht doch die schlechteste? Ich als Patient, wie gesagt „Profi-Hypertoniker“, fühle mich da nicht ernst genommen, im Sinne von: Ich spüre, ich habe einen Druck von mindestens 220 mmHg systolisch, und Sie nennen das ein „bisschen“. Außerdem bekomme ich Angst (das steigert meinen Blutdruck!). Es kann ja sein, dass Sie wirklich meinen, 220 mmHg systolisch ist ein bisschen zu hoch. Meine Antwort wäre: „Wie hoch ist mein Blutdruck, habe ich Sie gefragt … Zahlenwerte!“

  • Antworten Sie: „240/110!“ Als Patient bin ich erstaunt, stelle mir die Frage, was Sie denn nun unternehmen. Meine Gegenfrage: „Und nun?“

  • Antworten Sie: „Deutlich zu hoch, ich rufe den Arzt an. Spüren Sie den hohen Blutdruck, haben Sie Beschwerden? Ich meine Kopfschmerzen, Schwindel, Luftnot oder Ähnliches?“ Ich als Patient würde antworten: „Nein, im Moment nicht, aber ich spüre, dass der Blutdruck zu hoch ist. Wie hoch ist er denn?“
    Sie antworten ehrlich: „240/110“. So zu handeln ist ein großer Pluspunkt beim Patienten. Schon Ihre Nachfragen zeigen ihm: Sie wissen, was Sache ist und lassen nichts anbrennen. Sie nehmen das Problem und den Patienten ernst. Je nach Lage würde ich antworten: „Ich hatte weniger vermutet (oder mehr). Gut, dass Sie den Arzt anrufen.“
    „Ich kümmere mich darum. Wenn es Ihnen auch nur ein wenig schlechter geht, schellen Sie. Natürlich kontrolliere ich den Blutdruck ohnehin in ein paar Minuten.“ Bei so einem Dialog würde ich mich als Patient in sicheren Händen fühlen, eventuell würde mein Blutdruck sogar ein wenig sinken.

Das war die hypertensive Krise. Es ist, abgesehen von einem sehr hohen Blutdruckwert, noch nichts passiert. Der Patient hat noch keine Beeinträchtigungen.


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Identnummer: 20091216

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