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Einführung: Krankenbeobachtung Puls (Teil 2), Techniken und Bewertung
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Erregungsbildung und Erregungsleitung


An dieser Stelle ein wenig Anatomie und Physiologie. Das brauchen Sie, um das Nachfolgende zu verstehen.


Das Herz besitzt ein autonomes Erregungsbildungssystem. Es ist in der Lage, selbstständig Impulse zu bilden und so die Kontraktionen der eigenen Muskulatur auszulösen und zu steuern. Der Einfluss des Zentralnervensystems beschränkt sich auf eine Regulation des Herzschlags durch den Nervus vagus.


Die Erregungsbildung und Erregungsausbreitung im Einzelnen:


  • Ausgangspunkt der Erregung des Herzmuskels ist der Sinusknoten, er befindet sich an der Wand des rechten Vorhofs und wird auch als „primärer Schrittmacher“ bezeichnet. In Ruhe gehen vom Sinusknoten ca. 70 Erregungen pro Minute aus.



    Abb. 28: Herz - Reizleitung und Reizbildung, Sinusknoten © Andreas Heimann-Heinevetter

  • Vom Sinusknoten breitet sich die Erregung über die Muskulatur des Vorhofs bis zum AV-Knoten (Atrioventrikularknoten) aus. Der AV-Knoten liegt am Übergang des Vorhofs zur Kammer und wird auch als sekundärer Schrittmacher bezeichnet. Fällt der Sinusknoten aus, dann springt der AV-Knoten als Schrittmacher ein, jedoch mit einer erheblich geringeren Frequenz von ca. 35 pro Minute.



    Abb. 29: Herz - Reizleitung und Reizbildung, AV-Knoten, die Vorhöfe werden erregt © Andreas Heimann-Heinevetter

  • Über das His-Bündel wird die Erregung in die Herzkammern geleitet. Das His-Bündel ist recht kurz, überwindet jedoch die Ventilebene, die eine Art Isolationsschicht zwischen den Vorhöfen und Kammern darstellt. Das His-Bündel ist der tertiäre, also dritte Schrittmacher. Es ist in der Lage, eigene Impulse zu bilden, jedoch nur mit einer Frequenz von ca. 20 Erregungen pro Minute.



    Abb. 30: Herz - Reizleitung und Reizbildung, His-Bündel © Andreas Heimann-Heinevetter

  • Nach dem Durchtritt in die Herzkammern teilt sich das His-Bündel in die rechten und linken Tawara-Schenkel. Das Kammerseptum wird in Richtung zur Herzspitze erregt.



    Abb. 31: Herz - Reizleitung und Reizbildung, Tawara-Schenkel © Andreas Heimann-Heinevetter

  • Die Tawara-Schenkel zweigen sich in den Kammern weiter zu den Purkinje-Fasern auf, sodass letztendlich die Herzkammern insgesamt erregt und zur Kontraktion angeregt werden können.



    Abb. 32: Herz - Reizleitung und Reizbildung, Purkinje-Fasern © Andreas Heimann-Heinevetter


Im Prinzip sind sehr viele Zellen des Herzens in der Lage, eine Erregung des Herzmuskels auszulösen, man spricht dann von einer Extrasystole. Die Erregung einer Extrasystole breitet sich relativ langsam über das gesamte Myokard aus; die Kontraktion ist unökonomisch, die Auswurfleistung des Herzschlags gering.

Nur die normale Erregungsbildung und Erregungsausbreitung über das schnell leitende Reizleitungssystem führt zur geregelten Kontraktion mit entsprechender Herzleistung.


Die nächsten Seiten befassen sich mit den pathologischen Veränderungen des Puls bzw. Herzschlags, also solchen, die ihren Ursprung in einer Krankheit haben.


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