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Einführung in die Anatomie und Physiologie
Ziele der Lektion
Anatomie: eine Definition
Physiologie: eine Definition
Es kommt zusammen, was zusammengehört
Anatomie im Altertum: ein „Who’s who“
Galenos von Pergamon schreibt ein Buch
Das Mittelalter und dann die Renaissance
Blut fließt, eine Zeitreise der Physiologie
Die Rolle der Kirche
Bedeutung für die Pflege
Begreifen – „Tipps aus der Praxis“
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Die Rolle der Kirche

Was vermuten Sie, hat die Kirche die Entwicklung der Anatomie und Physiologie behindert?

Antwort: Ja und Nein.

Der christliche Glaube, er bezog sich auf das Reich Gottes, das Wirken der Heiligen und das wunderbare Eingreifen Gottes (ich persönlich bin Christ, und natürlich ist mir diese Vorstellung nicht fremd), und in diesem Sinne die Kirche hat die Forschung und Entwicklung behindert, weil sie schlicht das Weltbild veränderte im Vergleich zu den frech forschenden Griechen.

Die Gerüchte um Vivisektionen (Menschen bei lebendigem Leibe zu sezieren) trieben Kirchenväter wie Tertullian (155 bis 222) und Augustinus (354 bis 430) auf die Palme. Anatomen wären Metzger! Ob die Kirchenväter Sektionen – eben Leichenöffnungen – verboten haben oder nicht, dazu finden sich keine klaren Angaben.

Sicher ist, die Öffnung von Leichen war im christlichen Weltbild eher verpönt. Papst Bonifaz VIII. verbot 1299 das Zerstückeln und Auskochen menschlicher Leichen. Warum? Kreuzfahrer hatten es sich angewöhnt, die Skelette Prominenter auf diese Weise als saubere Skelette mit in die Heimat zu nehmen. Sektionen zu Lehrzwecken hatte Bonifaz nicht verboten, aber auch nicht erlaubt.

Eine schwammige Formulierung, die verunsicherte. Papst Sixtus VI. (1471 bis 1484) formulierte klarer. Er erlaubte Lehrsektionen zum Studium der Anatomie ausdrücklich. Sie erinnern sich, es war die Zeit der Renaissance. Übrigens, Renaissance bedeutet „Wiedergeburt“.

Doch wie Sie sich vorstellen können, gab es nicht nur Päpste sondern auch Bischöfe, Priester und damit persönliche Meinungen im Bistum oder in der Gemeinde. Also auch Meinungen, die den päpstlichen Weisungen weniger Rechnung trugen.

Papst Benedikt XIV. fühlte sich deshalb veranlasst, Mitte des 18. Jahrhunderts die Sache noch einmal klarzustellen, eben im Ergebnis Sektionen zu Lehrzwecken zu erlauben.

In der Bewertung meine persönliche Meinung: Natürlich hat der christliche Glaube im Mittelalter die Medizin, die Naturwissenschaft im Sinne von Anatomie und Physiologie ausgebremst, aber die Kirche als solche vonseiten der Institution hatte dies nicht getan (Papst Sixtus VI , Papst Benedikt XIV).


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