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Einführung: Krankenbeobachtung Blutdruck (Teil 4) - Hypertonie: Ursachen, Diagnose, Therapie, Prävention und Pflege
Ziele des Kurses
Symptom, Diagnostik, Krankheit - Diagnose Bluthochdruck
Diagnostik der Hypertonie
Sonderdruck - Morgenhochdruck - tageszeitliche Schwankungen
Hoher Blutdruck - Ursachen
Vorbeugen ist besser als Heilen - Risikofaktoren
Gefährlich hoher Blutdruck - Hypertone Krise, hypertensive Krise
Gefährlich hoher Blutdruck - hypertensiver Notfall, Symptome, Komplikationen
Hypertensiver Notfall - Therapie
Spätfolgen der Hypertonie
Behandlungsstrategie der Hypertonie
Nicht-medikamentöse Therapie
Medikamentöse Therapie
Bluthochdrucktherapie mit Diuretika
Bluthochdrucktherapie mit Beta-Blockern
Bluthochdrucktherapie mit ACE-Hemmern, Angiotensin-II-AT1-Rezeptor-Antagonisten
Bluthochdrucktherapie mit Kalziumantagonisten
Bluthochdrucktherapie - Reservemedikamente
Zusammenfassung
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Bluthochdrucktherapie mit Diuretika


Diuretika setzen in ihrer Wirkung direkt an der Niere an. Hierbei verstärken sie die Salzausscheidung und erhöhen damit indirekt die Wasserausscheidung.


  • Thiaziddiuretika: Diese Art der Diuretika hemmt die Natriumrückresorption, entsprechend wird mehr Wasser ausgeschieden. Außerdem wird verstärkt Kalium und Magnesium ausgeschieden. Die Ausscheidung von Kalzium und Phosphat über die Nieren geht zurück.

    Thiaziddiuretika wirken schwach bis mittelstark.

    Hydrochlorothiazid, z.B. Esidrix®, ist eines der häufig benutzten Thiaziddiuretika.

    Spezielle Nebenwirkungen dieser Diuretikatypen sind: Hypokaliämie, Blutzucker- und Harnsäureanstieg. Ebenso kann sich der Wert der Blutfette erhöhen. In Bezug auf das kardiovaskuläre Risiko ist hier also entsprechende Vorsicht geboten.

  • Schleifendiuretika: Auch bei diesem Diuretikatyp wird vermehrt Natrium und in der Folge Wasser ausgeschieden. Die Natriumrückresorption wird am aufsteigenden Ast der sogenannten Henleschen Schleife gehemmt. Im Unterschied zu den Thiaziddiuretika wird auch Kalium verstärkt ausgeschieden.

    Schleifendiuretika wirken schnell und sind stark wirksam; auch bei eingeschränkter Nierenfunktion zeigen sie deutliche Wirkung.

    Furosemid, z.B. Lasix®, dürfte das bekannteste Diuretikum dieser Gruppe sein. Häufig eingesetzt wird auch Torasemid, z.B. Torem®, oder Piretanid, z.B. Arelix®.

    Als häufige Nebenwirkung tritt bei der Anwendung von Schleifendiuretika eine Hyperkaliämie auf, ebenso kann es zu einem vorübergehenden Hörverlust kommen.

  • Kaliumsparende Diuretika: Sie hemmen die Natriumrückresorption auf der einen Seite und verringern zusätzlich die Kaliumausscheidung. Kalium sparende Diuretika sind deutlich weniger wirksam als Schleifendiuretika. Nicht selten werden Kalium sparende Diuretika kombiniert mit Schleifendiuretika, um den Kaliumverlust der Schleifendiuretika auszugleichen. Große Vorsicht ist geboten bei vorbestehender Niereninsuffizienz. Hier besteht ohnehin die Gefahr, dass der Kaliumwert im Blut ansteigt. Wird nun zusätzlich ein Kalium sparendes Diuretikum verabreicht, kann der Kaliumwert im Blut gefährliche Höhen erreichen. Bei vorbestehender Hyperkaliämie dürfen Kalium sparende Diuretika nicht eingesetzt werden.

    Häufige Anwendung aus dieser Gruppe findet der Aldosteronantagonist Spironolacton, z.B. Aldactone®. Ein Kombinationspräparat ist z.B. Dytide H®.

  • Pflegerische Grundsätze bei Diuretikagabe:

    Vorsicht bei der Mobilisation. Durch Diuretika verliert der Körper Volumen. Ein gewünschter Effekt beim Hypertoniker ist das damit verbundene Absinken des Blutdrucks. Bei Nicht-Hypertonikern sinkt der Blutdruck ebenfalls, dies kann zu Schwindel bis zur Kollapsneigung bei der Mobilisation führen.

    Blutdruck, Puls und Gewichtskontrolle. Über das Körpergewicht lässt sich die Wirkung der Diuretika einfach kontrollieren. Bei ausgeprägter Niereninsuffizienz (hier geht es dann weniger um den Blutdruck) ist eventuell eine Kontrolle der Flüssigkeitszufuhr und der Flüssigkeitsausscheidung erforderlich.

    Thromboseprophylaxe. Insbesondere wenn die Ödemausschwemmung mehr als 500g (ml) pro Tag beträgt, besteht eine erhöhte Thrombosegefahr. Auch dies bezieht sich weniger auf Patienten mit Bluthochdruck, jedoch z.B. auf Patienten mit einer Herzinsuffizienz.

    Laborkontrollen. Häufigere Blutzuckerkontrollen bei Diabetikern und regelmäßige Kontrollen des Kaliumspiegels im Blut.

    Exsikkose. Bei einer länger andauernden Diuretikagabe besteht die Gefahr einer Exsikkose, also einer Austrocknung.

    Kaliummangel. Da viele Diuretika zu einem Kaliumverlust führen, müssen Sie den Patienten auf Kaliummangel beobachten. Mögliche Zeichen einer Hypokaliämie sind z.B. Muskelschwäche, Obstipation und Herzrhythmusstörungen.

    Kaliumüberschuss. Werden Kalium sparende Diuretika verabreicht, müssen Sie auf die Zeichen einer Hyperkaliämie achten, wie z.B.: Missempfindungen (Kribbeln) der Haut, eine pelzige Zunge  und Herzrhythmusstörungen. Allgemein sind die Zeichen der Hyperkaliämie eher unspezifisch.

    Diuretika sollten möglichst morgens verabreicht werden, um dem Patienten eine ungestörte Nachtruhe zu ermöglichen.

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Identnummer: 20091216

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