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Einführung in die Anatomie und Physiologie
Ziele der Lektion
Anatomie: eine Definition
Physiologie: eine Definition
Es kommt zusammen, was zusammengehört
Anatomie im Altertum: ein „Who’s who“
Galenos von Pergamon schreibt ein Buch
Das Mittelalter und dann die Renaissance
Blut fließt, eine Zeitreise der Physiologie
Die Rolle der Kirche
Bedeutung für die Pflege
Begreifen – „Tipps aus der Praxis“
Zusammenfassung
Fachbegriffe einfach erklärt
Bildnachweise, Literatur und Links
Ausblick
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Anatomie im Altertum: ein „Who’s who“

Anatomie selbst gilt als eine der ältesten naturwissenschaftlichen Disziplinen, jedoch ist die Herangehensweise an die Anatomie im Altertum nicht zu vergleichen mit den neuzeitlichen Methoden.

Anzunehmen ist jedoch, dass der Mensch schon sehr früh gewisse Grundkenntnisse über seine Anatomie besaß. Schmerz wurde empfunden, bestimmte Verletzungen führten zum Tode oder gewährten einen Blick in das Innere des Körpers. Kinder wurden gezeugt und geboren. Das Skelett eines Stammesangehörigen wurde nach Jahren gefunden.

Was den tierischen Organismus betrifft, war der Gewinn von anatomischer Kenntnis fast unvermeidlich, z. B. beim Zerteilen von Wild oder wenn vom Priester Tiere geopfert wurden.

Die umfassendsten anatomischen Kenntnisse besaßen wahrscheinlich Priester und Schamanen, auch wenn sie diese eher zu rituellen Zwecken nutzten. So belegen mesopotamische Keilschriften um 3500 v. Chr., dass Sumerer und Babylonier anatomische Grundkenntnisse besaßen.

Auch die Ägypter hatten anatomische Kenntnisse; nur so waren sie in der Lage, ihre Toten einzubalsamieren.

Jedoch wurde anatomisches Wissen nicht systematisch aufgezeichnet, dies hätte auch wenig Sinn gehabt, weil das Leben von gut oder weniger gut gelaunten Göttern und Dämonen bestimmt wurde. Außerdem galt der tote Körper in antiken Hochkulturen als etwas Unantastbares, dem ein besonderer Schutz zugestanden wurde.

Erst mit den alten Griechen änderte sich die Lage. Sie waren wissbegierig, klug, redefreudig und sie hinterfragten. Nun, sie hatten auch ihre Götter, doch die Ereignisse des Lebens hatten für sie eine Ursache, die es zu erforschen galt. Ionische Philosophen (Ionien lag an der ägäischen Küste in der heutigen Türkei) führten das Kausalitätsprinzip ein. Eben Ursache und Wirkung.

Die Griechen begannen tierische und menschliche Körper zu sezieren. Empedokles sezierte um 450 v. Chr. Totgeborene und beschrieb Muskeln und Bänder.

Der Chirurg Hippokrates (460 bis 377 v. Chr.) schrieb zwar auch etwas zur Anatomie, viel revolutionärer war jedoch, dass er die Stellung des Gottes Asklepios (Gott der Heilkunst) auf eine Ehrenfunktion reduzierte. Nach Auffassung von Hippokrates war ein Körper gesund, wenn alle seine Teile in Harmonie zusammenarbeiteten. Übrigens, der hippokratische Eid wurde wahrscheinlich erst Hunderte Jahre später verfasst.

Aristoteles (384 bis 322 v. Chr.), übrigens ein Schüler von Platon und zeitweise Lehrer Alexander des Großen, versuchte ein Gesamtbild der Anatomie zu erschaffen. Er erkannte, dass das Herz Zentrum des Blutkreislaufes ist und die Nieren der Ausscheidung dienten.
Alexander der Große eroberte das persische Reich; die griechische Kultur verbreitete sich über die Reiche des Mittelmeeres.

Alexandria wurde zum Mittelpunkt der anatomischen Wissenschaft. Die Ptolemäer (Nachfahren der Generäle Alexanders) gründeten das Museum und die Bibliothek von Alexandria und ihnen war Wissen wichtiger als Totenkult. Sie erlaubten nicht nur, dass Leichen seziert wurden, sie förderten es.

Ja, und dann geschah es, dass Herophilos und Erasistratos im 3. Jahrhundert v. Chr. die ersten belegten wissenschaftlichen Sektionen durchführten. Und sie entdeckten Erstaunliches: Hirnhaut, Hirnkammern, Rückenmarksnerven, den Unterschied zwischen sensorischen Nerven (die Nerven, die wahrnehmen, z. B. „Autsch das ist heiß“) und motorischen Nerven (die Nerven, die unsere Muskeln steuern, „Finger weg“). Sie unterschieden Arterien (die Adern, in denen Blut vom Herzen wegfließt) und Venen (die Adern, in denen Blut zum Herzen fließt), sie beschrieben den Zwölffingerdarm, die Herzklappen und die Eileiter. Kurz gesagt, sie waren die ersten Anatomen. Ihnen wurde übrigens vorgeworfen, zum Tode Verurteilte „viviseziert“ zu haben, also bei lebendigem Leibe. Belegt wurde es nie ... ob es so war?

Mit dem Brand der Bibliothek von Alexandria (47 v. Chr.) und der Eroberung Ägyptens durch die Römer (Cäsar und Kleopatra – was für ein Techtelmechtel) wurde Alexandria als Zentrum der Wissenschaft bedeutungslos, an ihre Stelle trat die Hauptstadt Rom. Dort tat sich erst einmal wenig, außer Bekanntes zu sammeln und zu erhalten.

Doch dann tauchte ein gewisser Galenos von Pergamon (129 bis  ca. 201 n. Chr.) auf, und seine Schriften waren das Gesetz der Anatomie und der Medizin für weit über 1000 Jahre.

Ja, und davon handelt die nächste Seite.


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